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Stadtschreiber-U(u)ltra, Stade – Otterndorf, 56km, 2016-07-16

Die Serie hält. Drei Wochenenden hintereinander an der Elbe (oder zumindest sehr dicht dran) gelaufen! Dieses Mal ging es von Stade nach Otterndorf. Ich erspare dem Leser heute (m)einen trockenen, norddeutsch und ingenieur-mäßig kurzen Text und zitiere einfach mal in voller Länge Viglis emotionalen Blog-Eintrag zu diesem Lauf:

Viglis Original des Textes findet ihr hier …

 

Leben und Tod und Kunst und Sport

17. Juli 2016. Wir haben es getan: Wir sind von Stade nach Otterndorf gelaufen!!

56.2 Kilometer durch Wiesen, Alleen und Felder, am Ostedeich entlang, vorbei an Windmühlen, Schafen, Pferden, Kühen und zahlreichen Wasserwegen. Das Wetter war norddeutsch, aber ohne große Kapriolen. Der zarte Nebel über der stillen Landschaft hatte seine ganz eigene Zauberkraft. Mittendrin wir Läufer, bunte Farbpunkte zwischen dem Grün und Grau. Zehn Läufer haben mich begleitet, drei davon eine Teilstrecke, zwei haben mit diesem Lauf ihre erste Ultrastrecke bewältigt. Glückwunsch!

Die Idee hinter diesem Stadtschreiber-Uultra: Die gedankliche Verbindung zwischen Kunst und Sport, zwischen ehrenamtlichem Engagement hier und da, mit einem Lauf lebendig werden zu lassen. Als „Stader Uul“, die auf Einladung der Stader Stiftung für Kultur und Geschichte drei Monate im Pförtnerhaus an der Bremervörder Straße lebt, war ich Ausgangspunkt und Veranstalter der Tour. Der Ultralauf wurde zum Uultra-Lauf. Unterwegs nutzten wir die Schwebefähre über den Ostedeich, ebenfalls ein Projekt, das durch ehrenamtliche Engagement aufrecht erhalten wird.

Ziel war Otterndorf, das ebenfalls alljährlich einen Künstler im Rahmen des Stadtschreiberstipendiums fördert. 2005 war ich dort ein halbes Jahr zu Gast und konnte mich von See und Wind inspirieren lassen. Geplant war ursprünglich den Lauf mit einem Besuch beim diesjährigen Stadtschreiber Rolf Ackermann zu verbinden. Unglücklicherweise erkrankte Rolf so schwer, dass unser Gespräch voller Pläne und Zuversicht, tatsächlich das letzte sein sollte, das ich mit ihm führen konnte: Er verstarb am 14. Juli 2016.

So ist der Lauf zugleich zu einem Gedenklauf geworden auf dem wir auch viele nachdenkliche Gespräche führten. Auf ewig unvergesslich wird mir unser Zieleinlauf bleiben, den ich – überwältigt von Gefühlen – in einem Bad von Tränen erlebte: Wir versammelten unsere Gruppe kurz vor dem Süderwall, der mir so viel bedeutet und liefen diese Lindenallee geschlossen und schweigend entlang. Am Gartenhaus empfing uns Hans-Volker Feldmann, der Vorsitzende des Kulturausschuss Otterndorf und vor diesem Haus in dem ich so glücklich war, gedachten wir an die mitreißende und sympathische Persönlichkeit des Journalisten und Schriftstellers Rolf Ackermann. Immerhin hat er uns einigen Lesestoff hinterlassen!

Lachen und Tränen liegen so nahe zusammen: Zuletzt gab es dann eine fröhliche Runde Eis für alle bei Café Brüning, ehe sich alle Teilnehmer wieder nach Hause verabschiedeten. Ein unvergleichlicher Tag, voller tiefer Emotionen.

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3. Watt-Moor-Ultra, 60km alte Heimat, 2016-07-09

Am 9. Juli 2016 wird gegen Uhr 10.30 der 3. Watt-Moor-Ultra auf der Nordseeinsel Neuwerk gestartet – […] Ziel ist in Spieka-Neufeld (Friesenpark) – und dazwischen können drei unterschiedliche Strecken gelaufen werden – 100 km – 60 km und 33 km.
Diese Lauf-Veranstaltung ist keine öffentliche Veranstaltung, sondern eine Einladungslaufveranstaltung, d.h. nach der “Anmeldung” (Bewerbung zur Teilnahme) wird eine Einladung ausgesprochen (oder nicht).
Der Schwerpunkt der Einladungen liegt auf den Ultramarathondistanzen ( 100 und 60 km) die “Ultra-Halbmarathonstrecke” (33 km) ist vorwiegend für mitreisende Angehörige der ECHTEN Ultras gedacht.

Immer wieder schön durch die alte Heimat zu laufen und nicht zu vergessen der Spaß, 12 Kilometer lang im Laufschritt, wie ein kleiner Junge, durch das Watt zu matschen.

2014 war ich schon einmal bei diesem Lauf, mit dem der Lauffreund Wilfried Seehafer Spenden für das Nationale Register für angeborene Herzfehler sammelt, dabei. 2015 klappte es leider aus terminlichen Gründen nicht. Als dann aber eine erneute Einladung für 2016 kam, war klar, dass ich hier wieder mitlaufen möchte …

Gegen 09:30 Uhr ging es zunächst von Cuxhaven-Sahlenburg aus mit einem Trecker hinüber zur Insel Neuwerk. Von dort sind wir nach einem kurzem Briefing durch Wilfried gegen 10:55 Uhr gestartet. 19°C, Schönwetterwolken und eine leichte Brise, 1a Laufwetter.

Leider sind die ersten zwölf Kilometer durch das Watt – im übrigen Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer! – viel zu schnell vorbei. Zurück an Land in Cuxhaven-Duhnen werden dann die Füße fix vom Matsch befreit und ein paar trockene Laufschuhe übergezogen.

Über die Strandpromenade von Duhnen und Döse geht es durch die Grimmershörnbucht Richtung Alte Liebe und Fischereihafen. Jetzt muss noch (als notwendiges Übel) ein Industriegebiet durchlaufen werden, aber dann ist man raus aus der Stadt. Ab da grüne Stille bzw. Idylle. Es geht über Feld- und Wirtschaftswege ins Cuxhavener Hinterland. Vorbei an kleineren Dörfern, wie Franzenburg, Gudendorf (inkl. Baggersee), vorbei am Marinefliegerhorst Nordholz, Wanhöden, Krempel, Midlum, Nordholz, Spieka,  bis nach Spieka-Neufeld.

Anfangs brennt die Sonne ganz gut, so dass man auf den eher windgeschützen Abschnitten der Feldwege ziemlich am Schwitzen ist. Aber ab Kilometer 40 verschwindet die Sonne mehr und mehr, was ich jedoch als sehr angenehm empfinde. Auf den letzten Kilometern regnet es dann sogar ein wenig. Die Regentropfen sind aber eigentlich eher angenehm und verdampfen auf der warmen Haut in Null-Komma-Nix.

Nach 7h 18min bin ich, mit knapp unter 62km auf der Uhr, als Dritter im Ziel. Dieses Mal fast eine Stunde schneller als vor 2 Jahren …

Im Ziel gibt es nach einem Liter Weizenbier (mein Durst schien unendlich) eine tolle, handgefertigte Medaille, hergestellt im Rahmen des Project Saharawi Medals in der algerischen Wüste. Wüstenläufer Wilfried hat diese Medaillen persönlich von dort mit gebracht. Nach den Weizenbieren und erst recht der anschließenden Dusche sind die 60km dann auch schon fast vergessen. Die Gedanken gehen eher in Richtung “Ob es wohl 2017 auch wieder einen Watt-Moor-Ultra geben wird?”  😉

Danke an Wilfried und natürlich auch an alle fleißigen Hände und Helfer im Hintergrund!!!

 

 

 

 

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1. Elbe-Ilmenau-Luhe Marathon, 2016-07-03

Hiermit schreibe ich den 1. Elbe-Ilmenau-Luhe Marathon am Sonntag, dem 03.07.2016, aus. Dieser 4-Runden-Marathon findet auf einer permanent markierten Skaterstrecke auf öffentlichen Wegen statt, die in jeder Runde einmal die Luhe und zweimal die Ilmenau überquert und einige Kilometer direkt neben der Elbe verläuft.

Start/Ziel: 21423 Winsen (Luhe), Seebrücke, Laßrönner Weg 99

Termin: Sonntag, 03.07.2016, 10:00 Uhr 

Strecke: öffentliche Gehwege (Asphalt); 4 Runden zu je 10,89 km

“Ich” in der obigen Ausschreibung ist der Hamburger Vielläufer Christian Hottas, der diesen Lauf organisiert hatte. Und da Kerstin sich öfters “beschwert”, dass ich immer nur im Wald laufen würde, war hier mal wieder die Gelegenheit ohne viele Bäume zu laufen …

Bis auf einen kleinen, aber kräftigen Schauer in Runde 4 bin ich trocken durchgekommen (4h34min mit 43,5km auf der Uhr).  Beim anschließenden Fischbrötchen-Essen in Hoopte, kam dann aber doch noch eine schwarze Wand auf uns zu, so dass wir fix den Ort des Geschehens verließen.

Wirklich schöne Ecke dort, auf den Deichen der Elbe und Ilmenau. Schaut her:

Doppelter Regenbogen

Das Wochenende 25./26.06.2016

Dieses Wochenende mal kein Marathon.

Samstag Vormittag, 1. Burgdorfer CurryWurstPommes-Halbmarathon (21.2km) mit der OG:

Abends, 22:00 Uhr mit der Stirnlampe,  9. Mittsomernachtslauf um’s Steinhuder Meer mit der OG (30km):

Danke an Oliver Seitz für das Gruppenfoto am Hagenburger Parkplatz …

 

Sonntag Abend haben wir dann auf einer 30km Radtour zielsicher den einzigen Regenschauer des Tages erwischt (naja, genau genommen hat er uns erwischt 🙂 ). Zur Entschädigung gab es aber einen sehr schönen doppelten Regenbogen zu sehen:

Doppelter Regenbogen

Doppelter Regenbogen

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Heide Ultra Trail 2016, 81.5km, 2016-06-18

Nachdem mir die 80km durch die Heide letztes Jahr so viel Spaß gemacht haben, war eigentlich schon klar, dass ich nächstes Mal auch wieder mit “muss”. Als dann im Dezember die Einladung von Klaus hereinkam, gab es kein langes Überlegen …

Auf der langen 80km Strecke stand dieses mal ein Dutzend LäuferInnen am Start. Nach Käse- und Nutella-Brötchen – Petra und Klaus hatten wieder für ein leckeres Frühstück gesorgt – und einem kurzen Briefing, ging es pünktlich um 07:00 Uhr an den Start. Die 50km Starter sind um 09:00 Uhr mit ca. 20 LäuferInnen an den Start gegangen.

Als erstes ging es durch das Pietzmoor. Dieser Teil der Strecke ist dieses Jahr neu hinzugekommen. Kilometerlange Holzbohlenwege, blühendes Wollgras, quakende Frösche, ein wenig Nebel, spiegelglattes und dunkles Moorwasser. Eine tolle Atmosphäre zu so früher Stunde. Siehe Fotos.

Danach geht es gleich zu einem weiteren Highlight dieser Runde, dem Totengrund, einem großen Talkessel in der Nähe des Wilseder Bergs. Hier vertrödele ich einiges an Zeit. Foto hier, Foto da und noch ein Panorama-Foto … Oh … Hallo … Laufen nicht vergessen …

Nachdem letztes Jahr Schafherden und Schäfer dünn gesät waren, treffe ich dieses Jahr gleich drei Mal auf ebensolche. Bei Wilsede laufen wir sogar direkt durch eine Herde. Der Schäfer erkundigt sich, “wofür wir trainieren” und guckt dann etwas verwundert als er etwas von 80km hört. “Na dann, viel Erfolg”, sagt er nur wortkarg.

Jetzt folgt eine große Schleife über Döhle, Sudermühlen und Undeloh bis rauf auf den Wilseder Berg. Dieser Abschnitt sorgt für die 30km mehr gegenüber der “kurzen” 50 km Strecke.

In Sudermühlen treffen wir wieder auf Klaus’ Eltern, die an ihrem Wohnmobil geduldig einen Verpflegungspunkt betreuen. Hier kommen wir zu viert an und vernehmen, dass wir wohl die Letzten wären. Das entspricht auch dem Bauchgefühl. Letztes Jahr lief es lockerer. Aber prinzipiell gibt es aus außer etwas schweren Beinen nach diesen ersten 45 Kilometern keinerlei Probleme zu vermelden. Also geht es nach Leerfuttern der Nuss-Vorräte und Auffüllen der Trinkblase des Rucksacks weiter.

Oben auf dem Wilseder Berg treffe ich dann auf Kerstin, die wandernd mit der Kamera unterwegs ist und dabei am Ende, laut GPS-Aufzeichnung, mit 21km ziemlich genau einen Halbmarathon zurückgelegt hat!

Mittlerweile ist es doch ganz schön warm geworden. Beim Start bedeckt und angenehme 16°C, scheint jetzt die Sonne und die Temperaturen liegen oberhalb von 20°C. Der Schweiß läuft reichlich. Zum Glück ist bald der letzte VP bei ca. Kilometer 65 erreicht, um die Flüssigkeitsvorräte wieder aufzufüllen. An diesem von Petra betreuten VP habe ich die üblichen Probleme mich wieder von der Futterkrippe zu lösen. Melone, Mohrenköpfe, Nüsse, Gummibärchen … mein Hunger scheint unendlich … aber nach etwas über 10 Minuten beschließe ich, dass ich jetzt langsam doch mal weiterlaufen sollte. Außerdem möchten die Handvoll Läufer hinter mir vielleicht auch noch etwas essen 😉

Nach 10h49min für 81.5km bin ich dann endlich auch im Ziel. 43 Minuten langsamer als 2015 aber immerhin nicht letzter geworden 😉

Wieder ein kleiner, feiner und familiärer Lauf bei 1a Laufwetter. Danke an Petra und Klaus und alle weiteren Helfer. Wenn’s zeitlich passt und es auch 2017 einen Heide Ultra Trail gibt … ich wäre erneut dabei …

 

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Mittwochslauf, 11. Lesumdeichmarathon, 2016-06-08

Die ursprüngliche Idee am Samstag beim Bremer Bergmarathon, dieses Mal als 8 Stunden Lauf ausgeschrieben, zu starten, lies sich wegen Terminüberschneidungen nicht umsetzen. Zufällig hatte aber der Bremer Laufkollege Olaf gleich drei Marathons in dieser Woche ausgeschrieben, weil er für die 160km beim Mauerweglauf in Berlin ein “wenig” trainieren wollte.

Also ging es dieses Mal bereits am Mittwoch mit einem halben Dutzend Läufern an den Start. 4 Runden an 9.2km auf dem Lesumdeich zwischen dem Lesum-Sperrwerk und Bremen-Burg, plus ein Auftaktstück, ergaben am Ende 42.7km in 4h37min.

Nette Ecke dort. Immer wieder kleinere Yachthäfen, der urige Koops Park, viele reetgedeckte Häuser …

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4. Moonlight Marathon in Bordenau, 2016-05-21

13 Läufer standen um 22:00 Uhr zum Start beim 4. Moonlight Marathon, organisiert von Reinhard Reuter, in Bordenau am Start. Eine laue Nacht mit Temperaturen um 15°C. Super zum Laufen. Der Mond war zunächst hinter dünnen Wolken versteckt, kam aber immer mal wieder für längere Abschnitte hervor. Es war dadurch so hell, dass ich die ganze Zeit ohne Stirnlampe gelaufen bin. Am Himmel dann immer mal wieder tolle Anblicke mit den Wolken vor dem Mond. Ansonsten gab es eine schöne Planetenparade. Jupiter hoch am Himmel, links vom Mond Saturn, rechts des Mondes der zur Zeit sehr helle Mars und ab und an konnte man unterhalb des Mondes auch Antares, den hellsten Stern im Sternbild Skorpion, der ähnlich wie Mars auch sehr rötlich leuchtet, ausmachen. Das Stativ für ein Foto dieser schönen Konstellation hatte ich leider nicht dabei 😉

Bis Kilometer 30 lief es recht flott Kurs 4h10min, dann aber hat “meine” Zugläuferin Andrea die Geduld mit mir (also mit meinem Tempo) verloren und ist mir am Verpflegungspunkt enteilt. Ich schlich die letzten drei Runden dahin, so dass am Ende “nur” 4h26min herauskamen. Bei den 3 vorherigen Teilnahmen bei diesem Lauf bin ich Zeiten zwischen 4h15min und 4h39min gelaufen. So gesehen also alles im grünen Bereich …

Danke an Reinhard für die Ausrichtung dieses kleinen aber feinen Laufs …

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2. Kronsberg Marathon (bekloppte Idee), 78 mal Aussicht geniessen, 2016-05-15

Aus der Ausschreibung:

2. Kronsberg Marathon (bekloppte Idee), 78 mal Aussicht geniessen

 

Am 15.05.2016 um 10:00 Uhr startet er wieder – Der Kronsbergmarathon 2016 !!!!

“Der Kronsberg” in Hannover bietet die ideale Kulisse für einen gepflegten Marathon.
[…] 78 Runden Spaß, Aufstiege, Abstiege und grandiose Aussichten gilt es zu erleben.

[…] Für den kleinen Unkostenbeitrag von 10,00€ werden wir ausreichend Verpflegung, Pokale, leichte Mädels, starke Kerle usw. an der Strecke auffahren. Euch wird schon nicht langweilig werden.Wenn was vom Startgeld über bleiben sollte, werden wir uns damit nach Panama verabschieden – möglicherweise! 😉 Der Rest wird gespendet.

Kommt einfach vorbei und habt mit uns ein paar Stunden Spaß…..

Spontan angemeldet ging es bei diesem “leicht” verrückten Event am Pfingstsonntag an den Start. Das Wetter war – sagen wir mal – interessant. Alle vier Jahreszeiten gleichzeitig. 10°C, Sonne, Wolken, Regen, Hagelschauer und das Ganze bei 5-6 Windstärken. Auf jeder der 78 Runden ein toller Blick vom 118m hohen Kronsberg auf die Region Hannover. Jede Runde war ein anderer Teil der Region Hannover von der Sonne beschienen oder man konnte irgendwo die “Bärte” der Regenwolken bewundern. Und manchmal konnte man eben auch sehen, dass spätestens auf der nächsten Runde solch ein “Bart” den Kronsberg volle Breitseite erwischen wird 😉

Peter (Doc Shorty) hatte eine elektronische Rundenzählung mit Transpondern dabei, so dass man sich ganz aufs Laufen konzentrieren konnte. Am Ende konnte Peter mit seiner portablen Energieversorgung sogar noch einen warmen Hotdog mit allem Drum und Dran für alle Läufer hervor zaubern. Klasse! Die Caba-Jungs haben’s ‘drauf!

Insgesamt hat meine Laufuhr, barometrisch gemessen, ca. 1350 Höhenmeter (also ca. 17 Meter pro Runde) registriert! Dafür habe ich 5h13min gebraucht … weit über eine Stunde länger als beim HAJ-Marathon in Hannover, aber immer noch der 3. Platz 😉  Wow … Spaß hat es auf jeden Fall gemacht …

 

Ein paar Bilder von Mario (Danke für’s Überlassen!) und mir:

 

 

 

 

 

 

 

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Ith-Hils Nachlese, 2016-05-11, 36km

“Geschwindigkeits”-Rausch! 36km im Sightseeing-Modus in satten 6h45min 😉 Aber die Ecke ist mit den vielen Gesteinsformationen, dem blühenden Bärlauch und sonstigen blühenden Blumen / Kräutern auch viel zu schön, um dort nur durch zu rennen. Heute ging es direkt aus Coppenbrügge heraus in Richtung Ockensen auf dem Kammweg entlang. Dieses Stück sind wir (durften 😉 ) wir vor zwei Wochen beim -Ultra nicht laufen, deshalb wurde das heute nachgeholt.

Im Naturschutzgebiet “Naturwald Saubrink / Oberberg” in kleinen Serpentinen hoch zur Teufelsküche  und zum Fahnenstein … Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus … dann kilometerlange, zwei Fuß breite Trampelpfade durch den Bärlauch. Die Schuhe duften auch 12h später immer noch mehr nach  Bärlauch als nach Käse …

Nach einer ersten Runde im nördlichen und um die Reste der Burg Lauenstein, bin ich anschließend noch Richtung Brunkensen  – das ist dann schon fast bei Alfeld – gefahren und eine weitere, deutlich kürzere Runde rund um die Lippoldshöhle gelaufen. Auch den Lügenstein, der mir vor 2 Wochen entgangen ist, konnte dabei gefunden werden.

 

Kugelbake, davor die Stirnlampen der Läufer

1. Ultra Cuxhaven – Bremen-Nord, 2016-05-06/07

Ein Lauf von nach oder ggf. auch Cuxhaven nach Bremerhaven spukte schon etwas länger in den Köpfen von Olaf und mir herum. Einen ersten Anlauf dazu gab es bereits im Sommer 2015, als wir in einer Dreiergruppe von Bremerhaven nach Cuxhaven laufen wollten. Auf Grund der Hitze am ausgeguckten Termin, wurde aus diesem Lauf aber relativ spontan “nur” ein Ultra zwischen Cuxhaven und Otterndorf. Anfang 2016 kam dann Olaf aber, angestoßen wohl u.a. durch Crispin, mit einer Ausschreibung für einen Lauf von Cuxhaven nach , mit Start um 22:00Uhr in Cuxhaven, an. Ausgerechnet das Wochenende, an dem ich beim Heidschnucken- von Soltau bis Hamburg laufen wollte. Nun gut, da ich für den Heidschnucken-Ultra aber bisher eh nur auf der Warteliste war, wurde also umdisponiert. Kerstin, die den Lauf zunächst mit “22 Uhr? Ja klar, macht mal, aber ohne mich.” abgetan hatte, erklärte sich freundlicher- und freiwilligerweise bereit, den ersten Verpflegungspunkt in Dorum-Neufeld bei ca. Kilometer 28 zu besetzen.

Und so kam es dann … 22:00Uhr … 11 Läufer und 5 FahrradbegleiterInnen versammeln sich im Bahnhofsgebäude in Cuxhaven. Nach kurzem Briefing und einem Gruppenfoto geht es dann pünktlich um 22:00 Uhr los. Durch den Fischereihafen, vorbei an der Alten Liebe und am Seglerhafen, Grimmershörnbucht, Kugelbake, Döse, Duhnen und Sahlenburg. Dann wird es schnell einsam. Es haben sich kleine Gruppen gefunden und man läuft sein Tempo durch die sternenklare und laue Nacht. Ich laufe zusammen mit Moorrunner Frank und seiner Fahrradbegleitung, so dass die Zeit wie im Fluge vergeht. Gegen 01:30 Uhr sind wir in Dorum-Neufeld, wo uns eine erstaunlich muntere Kerstin am Verpflegungsstand empfängt. Ein Stück der Brownie-Reste aus Salzhemmendorf und Erdnüsse futtern, Trinkflaschen auffüllen, Smalltalk, noch ein Malzbier trinken und weiter geht es. In der klaren Luft sieht man jetzt bereits die roten Lampen auf den Containerbrücken im Hafen von Bremerhaven leuchten.

Es ist mittlerweile kühler geworden und mit dem Gegenwind fange ich an etwas zu frösteln. Schneller Laufen, um warm zu werden,  ist keine Option, also werfe ich mir ein weiteres Laufshirt über. Beim Wiederaufsetzen des Laufrucksacks fliegt eine meiner beiden 0.75l Trinkflaschen in hohem Bogen auf den harten Boden und platzt sofort auf. Mist. Zum Glück ist so kühl, dass die verbliebenen 0.75l für die letzten 25km reichen.

Im Laufe der nächsten 2 Stunden kommt die mächtige Beleuchtung oder besser gesagt Lichtverschmutzung des Bremerhavener Hafengebietes immer näher. Auch die Geräuschkulisse der Verladetätigkeiten im Hafengebiet ist imposant. Bereits kurz hinter Wremen ist der Hafen nicht nur sichtbar, sondern auch deutlich zu hören. Das liegt u.a. auch an den heutigen Windverhältnissen. Der Wind trägt den Schall direkt in unsere Richtung. Für den kompletten Lauf sind 3-5 Windstärken aus Süd-Ost, also nahezu immer direkt von vorne, angesagt. Es soll ja auch nicht zu einfach werden 😉 In Weddewarden, auf Höhe des Hafengebietes angekommen, steht eine Schallmessvorrichtung mit öffentlicher Anzeige. 50dB zeigt sie aktuell an. Wahrlich beeindruckend …

Ab Weddewarden geht es meine letzten 9km komplett durch das Hafengebiet. Es gibt meistens nur einen einseitigen Radweg und man wird häufig gezwungen die Straßenseite zu wechseln. Gut, dass zur Zeit fast kein LKW-Verkehr herrscht. Mittlerweile geht es auf 05:30 Uhr zu. Die Dämmerung ist bereits in vollem Gange. An der Kaiserschleuse versuche ich noch ein paar Bilder der vielen extrem knalligen Blau und Orange-Töne des Dämmerungshimmels mit der Kamera einzufangen und schon sind wir bei Kilometer 54, beim 2. Verpflegungspunkt, direkt vor dem “Zoo am Meer”. Moorrunner Frank + Fahrradbegleitung haben jetzt noch ca. 65km vor sich. Für mich ist hier nach 54km in 6h48min, mit vorheriger Genehmigung des Veranstalters, Schluss. 120km passten doch nicht mal eben so mittendrin in meine Laufplanung. Nach ein wenig Trinken und einem Stück Laugengebäck geht es mit unserem Auto ab nach Hause. Kerstin hat nämlich direkt am VP 2 auf mich gewartet. Ein Traum, oder!?

Viele Fotos gibt es auf Grund des nächtlichen Laufens natürlich nicht, ein paar dann aber doch: