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6. Solling-Querung, 48 (50) km, Bad Karlshafen nach Dassel, 2016-11-12

Bei diesem Lauf geht es zunächst vom späteren Ziel in Dassel mit einem komfortablen Bus zum Start an die Therme in Bad Karlshafen. Der Wecker hatte bereits um 03:30 Uhr geklingelt, und auf Grund der Wettersituation (dichter Nebel, -3°C) ging es schon um 04:20 Uhr auf die Reise Ich hatte die leise Hoffnung im Bus noch eine Runde schlafen zu können, aber die Schönheit der mit Raureif belegten Landschaft und die tollen Bilder der Sonne, die sich teilweise schon durch den Nebel kämpfte, verhinderten jeglichen Schlaf erfolgreich.

Dieses Mal, zum vierten Mal dabei gewesen, ergaben sich reichlich neue Bilder. Der Untergrund war auf dem größten Teil der Strecke den ganzen Tag über hart gefroren und auf den höheren Lagen (wir waren teilweise fast auf 500m N.N.) verschneite Winterlandschaften. Beim letzten Mal (2014) hatte es +17°C. Im Hochmoor Mecklenbruch lief damals der Schweiß in der Mittagssonne reichlich. Heute war ich über das mitgeführte Schlauchtuch und die Handschuhe sehr froh. Aber immer das Gleiche wäre ja auch langweilig …

Wir durften dieses Mal (für das gleiche Geld) übrigens 50 statt 48 Kilometer laufen. Größere Forstarbeiten zwangen den Veranstalter zu einer Umleitung. Am Ende standen 6h14min auf der Uhr. Nach Abzug der Zeit für die 2 Extrakilometer also gut 40 Minuten langsamer als 2014. Die Muskeln hatten sich wohl noch nicht so recht von den 80km am Vorwochenende erholt. Aber egal, die Schwere der Beine ist am heutigen Sonntag schon wieder vergessen. Toll organisierter Lauf in einer sehr schönen Ecke Deutschlands bei 1a Winter-Wetter. Meine Teilnahme Nummer 5 kommt bestimmt …

Sollingquerung, 48km, 01.11.2014

Morgens um 7:30 Uhr beim Umziehen am Auto – es herrscht Bodennebel und Temperaturen um 5°C – habe ich noch Angst, ich könnte viel zu dünn angezogen sein und würde die ganze Zeit frieren. Sicherheitshalber wandert noch ein zweites Shirt mit in den Laufrucksack …
Pünktlich um 08:00 Uhr brechen unsere zwei Busse mit fast 80 Läufern (dabei auch eine Hand voll Radbegleiter) von Dassel Richtung Bad Karlshafen auf. Dort angekommen ist dann nur noch “mein” Bus. Bus Nummer 2 ist mit technischen Problemen liegen geblieben. Bis ein Ersatzbus mit den restlichen Läufern eintrifft, vergeht dann noch fast eine 3/4h.
Die Verzögerung hat dann den Vorteil, dass die Sonne bereits durch den Nebel kommt, als wir in Bad Karlshafen unmittelbar nach dem Start über die Weserbrücke laufen. Danach geht es sofort geschätzte 150 Höhenmeter über Singletrails nach oben. Nach kurzer Zeit gibt es bei strahlendem Sonnenschein einen herrlichen Blick von oben auf die Nebelsuppe im Wesertal.
Weiter geht es dann über Nienover, Schönhagen, vorbei am Hochsolling-Aussichtsturm Richtung Silberborn. Von dort weiter durch das Hochmoor Mecklenbruch und schließlich zurück nach Dassel. Ab ca. Kilometer 35 geht es bis ins Ziel 13 Kilometer lang konstant bergab (trotzdem anstrengend 🙂 ). Insgesamt stehen am Ende 48.1km in 5h20min bei ca. 1000 Höhenmetern auf meiner Uhr. Exakt 20 Minuten schneller als im letzten Jahr, trotz ein paar Kilo mehr auf den Hüften. Ich bin erstaunt!

Gefroren habe ich dann jedenfalls doch nicht. Im Gegenteil, am frühen Nachmittag beim Weg durchs Moor dürfte das Thermometer die 20°C fast erreicht haben. Dort lief der Schweiß reichlich.

Am Vereinsheim in Dassel gab es nach der Zielankunft alles, um die verlorengegangenen Kalorien wieder aufzufüllen 😉 Pasta, Salate, Kuchen, Bier, …

Alles in in allem ein toll organisierter Lauf in genialer, goldener Herbstatmosphäre. Dazu lasse ich einfach mal die Bilder sprechen:

 

Solling-Querung 09. Nov. 2013, ein kleiner 48km Ultra-Marathon …

Ein 48km Ultra-Marathon bei ca. 1000 Höhenmetern von Bad Karlshafen nach Dassel quer durch den schönen Solling.

Mit diesem Lauf hatte ich aus 2012 noch eine Rechnung offen: 2012 bin ich hier mit 6h 24min nämlich Viertletzter geworden, da ich ab ca. Kilometer 30, mit fiesen Problemen in der linken Wade und dem zugehörigem Knie, nur noch gehen konnte.

Dieses Jahr sollte es etwas schneller und unbeschwerter laufen. Klappte auch problemlos … Die 48km wurden in 5h 40min bewältigt.
Klasse Wetter, meistens Rückenwind und in der zweiten Hälfte des Laufes noch reichlich Sonne.

Es gibt aber noch reichlich Optimierungs-Potential: Wie die Auswertung meiner GPS-Uhr zeigte, habe ich nämlich bei diesem Lauf locker 29(!) Minuten an den 5 Verpflegungsstellen vertrödelt 😉 Die Verpflegung war zu gut und/oder Frank zu verfressen 😉

Fazit: Schöner Lauf. Von mir aus dürfte es gerne mehr Trail-Abschnitte und weniger geschotterte “Wald-Autobahn”-Abschnitte geben, aber alles in allem könnte ich mir gut vorstellen hier 2014 auch noch ein drittes Mal mit zu laufen. Also, bis dahin …

Den GPS-Tack zur Strecke gibt es hier …