Heide Ultra-Trail, 80km, 2018-06-16

Klaus hatte, soweit ich mich erinnere, bereits zum 5. Mal zu seinem Heide Ultra-Trail eingeladen. Nach einer Pause im letzten Jahr konnte ich dieses Mal wieder dabei sein. Die Starterliste war eigentlich prall gefüllt und geschlossen, hatte sich in den Wochen vor dem Start aber doch ziemlich gelichtet. Von den ursprünglich über 40 StarterInnen sind am Ende real nur 9 auf der 80km Strecke und 16 auf der 52km Strecke gestartet.

Für unsere 80km Gruppe ging es um Punkt 07:00 Uhr nach dem obligatorischen Start-Foto auf die Strecke. Die 52km Gruppe durfte noch 2h länger schlafen. Und da ich so langsam war, habe ich von den 52’ern im Ziel dann außer Christian auch niemand mehr angetroffen. Die waren alle schon zu Hause 😉

Nach dem Start war ich für ungefähr 150 Meter der Führende, um dann am Ende nach 11h24min und mit 80.8km auf der Uhr als 6. bzw. Vorletzter ins Ziel zu kommen.

Es hat auf jeden Fall wieder riesig Spaß gemacht. Die Lüneburger Heide ist doch sehr abwechslungsreich: Riesige Heideflächen, Wälder, Blaubeeren, Moore, Berge (oder besser Hügel (insgesamt 800 Höhenmeter auf 80km)), Schafställe, Bachläufe, Heidschnucken, Pferdekutschen, Holzstege, Teiche, … Nur sehr wenig Asphalt, dafür aber dieses Mal aufgrund der Trockenheit viel staubige und tief sandige Pisten und Pfade. Die Füße und Beine sahen hinterher sehr lustig aus.

Dieses Mal war der erste und letzte Teil der Strecke getauscht. Es ging morgens über den Spitzbubenweg nach Oberhaverbeck und erst auf dem letzten Teil der Strecke über die kilometerlangen Holzstege des Pietzmoores. Die meisten Stimmen, die ich eingefangen habe, waren aber dafür, nächstes Mal das Pietzmoor wieder zu Anfang zu laufen. Am Nachmittag ist da doch ganz schön was los auf den schmalen Holzstegen.

Das Wetter hat auch ganz gut mitgespielt. Außer einem kleinen, dafür aber recht kräftigen Schauer bei Undeloh, bin ich trocken geblieben und mit Maximaltemperaturen um 25°C war es auch einigermaßen erträglich, obwohl die Luft sich unmittelbar nach dem Regenschauer ein wenig nach Dampfsauna anfühlte.

Danke an gleich 3 Generationen „Meyer“ für diesen schönen Lauf und das Drumherum an der Strecke. Ich komme gerne wieder …

Hier noch eine Auswahl aus über 300 Bildern, die Kerstin und ich von der Strecke mitgebracht haben:

Leinetal-Ultra, 65km, heißes Ding bei 30°C, 2018-06-19

LeineTal-Ultra Team Orientierungslauf
Das LeineTal-Ultra Team veranstaltet am 9.6.2018 einen Ultralauf mit 65 km und 1700 HM durch das obere Leinetal und seine angrenzenden Berge. Die Strecke ist gespickt mit Highlights. So gibt es unter anderen zwei Burgen zu sehen, ein altes militärisch nicht mehr genutztes Bunkersystem, eine Bachdurchquerung und noch viele schöne Aussichtspunkte.

Geplant sind 5 VP´s, bei extremer Wetterlage wird es ggf. einen zusätzlichen VP geben.

Startzeit : 7:00 Uhr

Die Maximale Laufzeit : 10 Stunden, cut off Zeit VP 5 8 Stunden.

 

Wie kam es zu der Idee, einen Ultra Lauf im Leinetal zu organisieren?

Ganz einfach, außer der BC Brocken Challenge gibt es hier, in der Region, keine vergleichbare Veranstaltung. Wir haben uns dafür entschieden, unsere tolle Umgebung Läufern aus ganz Deutschland, durch eine gut durchdachte und durchorganisierte Laufstrecke näher bringen zu wollen.

Mein Freund Nico und ich, Stefan Opitz, selber aktiver Läufer, organisieren diesen Lauf mit viel Herzblut und Sachverstand.

Durch unsere eigene Erfahrung, durch die Teilnahme an diversen Läufen, wissen wir, was Läufer brauchen und haben unsere Veranstaltung entsprechend angepasst.

Läuferorientiert und anspruchsvoll !!!

Last euch überraschen.

LG Nico und Stefan

Irgendwann Ende Februar rauschte eine Einladung von Stefan zu diesem Lauf herein und ich habe nicht lange gezögert und mich angemeldet. Trotz diverser Werbung meinerseits für diesen Lauf in Hamburg, Bremen, Hannover, Hildesheim, … standen dann am Ende doch nur ca. 15 Läufer auf der Startliste, von denen 3 auch noch kurzfristig absagen mussten. Schade, dieser Lauf hätte gerne ein paar mehr Starter haben dürfen. So war es jetzt so, dass ungefähr gleich viele Therapeuten (wie M. Neumann seine Betreuer der Verpflegungspunkte immer nennt), wie Läufer am Start waren.

Stefan und sein Team haben für das Drumherum echt viel Aufwand getrieben. 5 Verpflegungspunkte und wegen der Hitze gab es auch noch einen 6., unbemannten VP. Nach dem Lauf dann eine kleine Scheunen-Fete mit Grillgut, Kuchen und kaltem Getränk. Sogar eine Dusche hätte es im Sportlerheim um die Ecke gegeben (wurde aber von mir nicht genutzt). Top …

Auch die Streckenführung gefiel mir. Tolle Single-Trails, immer mal wieder der Ausblick in die Ebene und öfters auch hüfthohes Gras mit Brennesseln. Meine Beine sind ziemlich zerkratzt und jucken 24h später immer noch 😉 Immerhin, der leicht nach Kokos „duftenden“ Sonnencreme sei Dank(?), keinerlei Zecken mitgebracht. Große Teile der Strecke führten durch den Wald, was mir bei Nachmittags-Temperaturen von 30°C sehr entgegen kam. Zwischendurch, auf den Abschnitten unter freiem Himmel wurde man aber immer mal wieder gegrillt. Meine Sonnenbrille musste ich schon nach nur einem Kilometer abnehmen, weil der Schweiß an der Innenseite der Gläser herunter lief und alles verschwommen erschien. An den 5 VPs wurden meine beiden 0.75 Liter Trinkflaschen jedes Mal wieder gefüllt, so dass, zusammen mit 2 tee-warmen 0.5l Weizenbieren an den VPs, am Ende bei mir fast 9 Liter Flüssigkeit durchgelaufen sind. Wir sind fast die ganze Zeit in einer lustigen Vierertruppe und mit recht moderatem Tempo gelaufen, so dass die Hitze nie ein ernsthaftes Problem war. Schon zur Hälfte der Strecke stand übrigens fest, dass unsere Vierer-Gruppe die 8h bis VP 5 bzw. 10h bis ins Ziel niemals einhalten kann. Zum Glück wurde auf Grund der Temperaturen dann aber auf diese Cut-Offs verzichtet.

Die Highlights waren die beiden bisher (für mich) unbekannten Burgen (Burg Plesse, Burg Hardenberg), an denen wir vorbeikamen, die Aussichtspunkte oberhalb von Hardegsen und auch der ca. 5km lange Singletrailabschnitt auf dem Weperwanderweg, mit immer wieder tollen Blicken vom Kamm-Weg in die Ebene zwischen Hardegsen und Moringen. Unterwegs sind uns auch oft die ‚S‘-Markierungen des Solling-Harz-Querwegs begegnet. Diesen Wanderweg könnte man auch mal Laufen (62km).

Die Strecke bei gpsies.de:

Nicht unerwähnt bleiben soll auch das kleine Flüsschen Harste, in der Nähe der Ortschaft Harste. Stefans Idee war wohl, die 3m hohe und supersteile Böschung runter, durch den 2m breiten Bach hüpfen und dann auf der anderen Seite die 4m hohe steile Böschung wieder rauf. Unsere Gruppe war jedoch irgendwie wasserscheu und hat es vorgezogen mit dem Hinterteil über ein paar Metallschienen zu rutschen. Gut, dass das keiner gesehen hat (siehe Foto) 😉

Einen Großteil der Strecke war durch Stefan aufwändig per Kreidemarkierung gekennzeichnet, obwohl hier und da dann doch ein paar Markierungen mehr nötig gewesen wären. Mit dem GPS in der Hinterhand war das aber nie ein wirkliches Problem. Ich würde sogar beim nächsten Mal den nicht unerheblichen Aufwand mit den Markierungen weglassen. Rein per GPS (oder von mir aus auch per Karte) zu laufen, erhöht die Anforderungen und den Spaß 😉 Auf den 80km des Sünteltrails, die ja z.B. auch komplett ohne Markierungen gelaufen werden müssen, hat mich die souveräne Navigation per GPS schon häufiger diverse Platzierungen in der Ergebnis-Liste nach vorne gebracht. Sozusagen Kompensation läuferischer Schwächen durch routinierten GPS-Einsatz 😉

Die Uhr sagt am Ende 10h49min für 68.9km. Das ergibt eine Durchschnittspace von satten 9:30min/km. Laut Laufuhr haben wir unterwegs 2h13min an den VPs und beim Sightseeing vertrödelt. Wenn man diese 2h13min aus den 10h49min herausrechnet, kommt man auf eine Pace von 7:33min/km. Das wiederum klingt für 1700 Höhenmeter und 30°C gar nicht so schlecht. Die Urkunde weist für unsere Vierergruppe Platz 6 aus. Das klingt doch sehr gut. Böse Zungen könnte aber auch sagen, wir sind letzter geworden 😉 Von den 12 Startern sind ja nur 10 ins Ziel gekommen.

Fazit: Ein „wenig“ warm, tolle Strecke und Ecke, alles mit sehr viel Engagement und Einsatz organisiert. Danke an Stefan und das große Team im Hintergrund! Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei, falls es ein nächstes Mal geben sollte und es terminlich passt.

1. „Vogelkieker Tour“, 2018-05-21, Bleckede, ca. 50 km, FEM Wanderwege Marathons #18

Mir hat die von Christian Hottas organisierte Runde sehr gefallen. Erinnerte mich doch die Landschaft auf der Ostseite der Elbe häufig an die alte Heimat. Oft sehr ähnlich der Elbmarsch zwischen Cuxhaven und Otterndorf. Nur ein „wenig“ breiter ist die Elbe oben an der Mündung schon 😉
Erster geworden. Passiert ja auch selten. Wobei jetzt 6h50min für 50km als M45 auch nichts ist, mit dem man angeben kann 😉 Insgesamt sehr locker und gemütlich gelaufen. Der Pulsschnitt lag laut Laufuhr bei 130. Dabei 2x Fähre gefahren, zwischendrin noch einen Geocache mitgenommen, einen Aussichtsturm erklettert und ein Fischbrötchen gegessen. Hinterher dann zusammen mit Kerstin, welche die Strecke brav mit dem Liegerad gefahren ist, noch ein dickes Eis in Bleckede gegessen. Ich vermute mal, keine negative Energiebilanz.
Ich erlaube mir, die Zusammenfassung dieses Laufs von Christian 1:1 zu übernehmen, beleuchtet sie doch auch einmal den Aufwand, den der Organisator mit dem Aussetzen und Wiedereinsammeln der Verpflegungskisten vor und nach dem Lauf hatte:
Der 1. Vogelkieker Ultramarathon mit Start & Ziel in Bleckede führte die sechs Läufer und zwei Fahrradbegleiterinnen bei Bleckede per Fähre über die Elbe, dann durchs Amt Neuhaus (ab Preten auf der ehemaligen Eisenbahntrasse Brahlstorf – Neuhaus), in Neu-Darchau erneut per Fähre über die Elbe und dann über das Gelände des in den 1990er Jahren devastierten HEW-Kraftwerks Alt-Garge und durch den gleichnamigen Ort zurück zum Schloss Bleckede.
Die laut Radwanderweg-Beschreibung 46-47 km bezogen sich, wie sich herausstellte, auf die Strecke nur von Fähre zu Fähre, also ohne den Zuweg zwischen Schloss und Fähre Bleckede, so dass insgesamt glatte 50 km anfielen. Bei angesagten 26 °C, laut Digitaluhr an der Sparkasse Neu-Darchau sogar 32 °C passte alles zu einemwunderschönen gemeinsamen Lauf/Marsch ohne Wettkampf-Ambitionen.
Frank setzte sich gleich nach der Fähre Bleckede ab und erlief sich einen einsamen, überlegenen Sieg. Jörg und Hans-Jürgen blieben bis Alt-Garge beieinander, wobei beide von Beate und Johanna auf ihren Fahrrädern begleitet wurden. Dieses Quartet verpasste gemeinsam den gut markierten Verpflegungs- und Kontrollpunkt am Ortseingang Alt-Garges, was wegen fehlender Protokolleintragung den beiden Läufern jeweils zwei Stunden Malus bringt. (Ein Abkürzen oder Ausweichen auf einen anderen Weg war hier unmöglich.) Im Schlussteil setzte sich Jörg dann ab und lief voraus. Andreas und Christian liefen von anfang an gemeinsam, wobei Burkhard dann ab Stipelse hinzustieß und die beiden bis zum Ziel begleitete.
Kleine Ziel-Statistik des Veranstalters: 1 Eis (in Stipelse), 1 Fischbrötchen (in Neu-Darchau), 2 Elbfähren (in Bleckede und Neu-Darchau), 3 Verpflegungs- und Kontrollpunkte, 6 Teilnehmer, alle Teilnehmer unter 10 Stunden im Ziel, mit Auf- und Abbau der VPs 15 Stunden unterwegs (von 7:30 bis 22:49 Uhr)

3. Kronsbergmarathon, 2018-05-06, 42.2km

In der Ausschreibung wird es schon erwähnt, dass es sich hier um eine bekloppte Idee handeln könnte. Daran hat sich gegenüber 2016 nichts geändert. 78 Runden à 541m mit insgesamt etwas über 1000 Höhenmeter in 5h43min42s. Aber eine tolle Fernsicht und zwar gleich 78 Mal.

30 Minuten langsamer als 2016, aber immerhin angekommen und nicht wie diverse andere der Versuchung erlegen, nach dem Halbmarathon aufzuhören … und, da Shorty, der Organisator, versprochen hat, dass jeder Euro, der am Ende des Tages über ist, an die Clinic Clowns Hannover gehen wird, dann vermutlich doch gar nicht so bekloppt diese Idee 😉

3. Ith-Hils-Ultratrail, 81km, 2018-04-21

Aus der Auschreibung:

Eine abwechslungsreiche, aber auch anspruchsvolle Strecke mit vielen Aussichtspunkten erwartet euch.
Gelaufen wird auf Wald- und Forstwege, aber auch Singeltrails wo laufen kaum möglich ist.

Dieses Jahr war ich zum 3. Mal auf dieser tollen, von Detlef Erasmus + diversen HelferInnen 1a organisierten, Runde dabei. Und ich bin mir sicher, wenn es nächstes Jahr eine 4. Auflage geben sollte, dann bin ich auch 2019 wieder dabei. Nachdem ich die letzten beiden Jahre immer in der späten Gruppe um 08:00Uhr gestartet bin, ging es dieses Jahr auf Grund meiner derzeitigen(?) Geschwindigkeit sicherheitshalber gleich um 06:00Uhr an den Start. Ein Start um 06:00Uhr hieß dann aus dem Bett um kurz nach 03:00Uhr, um gegen 04:20h per Auto Richtung Salzhemmendorf aufzubrechen. Das war irgendwie nicht meine Zeit zum Aufstehen 😉 Zum Glück hatte ich Kerstin dabei, die freundlicherweise die Hinfahrt übernommen hat.

Das Wetter war dieses Mal genial. Klarer, blauer Himmel und schon morgens zum Start 14°C. Zur Mittagszeit dann um 22°C. Auf baumlosen und gleichzeitig windgeschützten Abschnitten, die sich bei diesem Lauf zum Glück in Grenzen halten, war es doch ziemlich bruzzelig. Insgesamt habe ich an den 5 Getränke- und Verpflegungsstationen über 6 Liter Flüssigkeit zu mir genommen.

Bis auf ein paar Probleme, mit Blasen am Hacken sowie am kleinen Zeh des rechten Fußes, bin ich problemlos über die 81km gekommen und habe die herrliche Landschaft und Natur auf und am Ith genossen. Am Ende zeigte die Uhr 82.5km in 13h20min. Der Start in der frühen Gruppe war somit eine weise Idee 😉 Die maximale Zeit von 12h, die der schnellen Gruppe zur Verfügung gestanden haben, hätte ich dieses Jahr niemals geschafft.

Kerstin war ebenfalls fleißig. Über die Aufzeichnungen ihres GPS-Geräts konnten wir feststellen, dass sie wandernd auch satte 27.6km auf verschiedenen Abschnitten des Ith-Hils-Weges zurückgelegt hat!

Hier eine Auswahl aus ca. 450 Fotos die Kerstin und ich unterwegs geschossen haben: