4. Watt-Moor-Ultra, 62km, 2017-06-24

Zwei Wochen nach dem Sietland-Ultra ging es erneut in der alten Heimat an den Start. Wilfried Seehafer hatte zum 4. Watt-Moor-Ultra geladen. Ich war schon zum 3. Mal dabei. Immer wieder herrlich „ohne Rücksicht auf Verluste“ durch den Schmodder (aka Watt) zu rennen. Leider geht dieser erste, 12 Kilometer lange Abschnitt durch den Nationalpark Wattenmeer immer viel zu schnell zu Ende.

Dieses Mal war einiges anders. Zum Einen ging es nicht unmittelbar vor dem Start per Wattwagen auf die Nordseeinsel Neuwerk, sondern schon am Abend vorher mit großem Gepäck auf dem Rücken und zwar zu Fuß. Zum Anderen war es dieses Mal nicht nur von unten nass, sondern auch von oben. Von den ca. 7 Stunden, die ich gelaufen bin, hat es bestimmt 3 Stunden lang geregnet. 6 Windstärken aus westlichen Richtungen peitschten einem den Regen auf den letzten Kilometern teilweise waagerecht ins Gesicht. Das nennt sich „Norddeutscher Sommer“ 😉 Pünktlich zum Zieleinlauf kam dann interessanterweise doch noch die Sonne heraus.

Auch dieses Mal hat Wilfried statt einer Startgebühr wieder Spenden für das Register für angeborene Herzfehler gesammelt, sowie vom Sahara-Lauf tolle, handgefertigte Medailen mitgebracht und dadurch die Leute in den dortigen Flüchtlingscamps unterstützt.

Auf der 60km Strecke waren dieses Mal nur 6 Läufer(innen) unterwegs. Peter und ich sind nach 7h17min und 62km (1 Minute schneller als 2016) gemeinsam als Erste ins Ziel gelaufen. Das war die perfekte Symbiose. Ich habe den Navigator gespielt und dadurch Peter vielleicht den ein oder anderen Extra-Kilometer erspart, da die in den Vortagen aufgesprühten Kreidepfeile auf Grund des Regens häufig kaum noch zu erkennen waren. Peter hat mich dafür mitgezogen und mein Tempo hoch gehalten.

Wir freuen uns auf den Watt-Moor-Ultra 2018 (vermutlich am 30.06.2018). Danke an Wilfried und die Helfer im Hintergrund.

Fotos und weitere Infos vom 1. und 3. Watt-Moor-Ultra bei meer mehr Sonne …

 

Diverse Bilder von mir, sowie von Kerstin an der Strecke und um zu:

2. Curry-Wurst-Pommes-Halbmarathon, 2016-06-17

Hier wurde das Laufen mal wieder zur Nebensache. Der 2. Curry-Wurst-Pommes-Halbmarathon in und um Burgdorf. Aus der Ausschreibung von Mike:

Lange hat die OG Hannover darauf gewartet, auf Knien wurden die Veranstalter angefleht, das Burgdorfer Schützenfest auf Wunsch eines einzenen Herrn verlegt……. endlich ist es soweit. Zur Ehre der OG und seiner Freunde sowie aller Freunde des Phosphatschlauches veranstaltet der Burgdorfer Teil der OG Hannover am 17.06.2017 ab 9:00Uhr einen Halbmarathon rund um die schöne Stadt Burgdorf.

[…]

Ein besonderes Highlight wird der für manch einen wohl einmalige Zieleinlauf direkt an der berühmtesten Currywurstbude in der Region Hannover sein, wo auf Wunsch eine besondere Zielverpflegung (gegen Bezahlung) eingenommen werden kann. Und glaubt mir, es lohnt sich. Sogar die Aussenstelle Berlin wird vielleicht wieder zu diesem besonderen Event anreisen, da vom letzten Jahr noch eine Schmach zu bereinigen ist.

Also, seid dabei, erkundet mit uns den Teil östlich von Hannover und seid dabei.

[…]

Anmeldungen ab sofort. Wer sich früh genug meldet, kriegt ein kaltes Isotonisches!!!!

[…]

Das Tempo wird vermutlich zwischen 6:00 und 7:00 min/km festgelegt, es sei denn, es finden sich 2 Gruppen.

21,75km in gemächlichen 2h20min, aber nur ca. 10 Minuten für die Curry-Wurst + Pommes 😉

1. Sietland-Ultra, 53km, 2017-06-10

Ursprünglich war geplant mit den großen Jungs am Freitag Abend von Wehrstedt aus Richtung Harz zu starten, um dann zum Sonnenaufgang auf dem Brocken (Video dazu) zu sein. Ich stand bei Michael schon eine ganze Weile auf der Starter-Liste als ein „Du kannst den Freitag da Abends nicht mit, da ist die Schulabschlussfeier deiner Tochter“ kam. Diese sollte nun plötzlich eine Woche vor dem ursprünglich geplanten Termin stattfinden.
Spotan wurde dann aber Plan B verfolgt und statt Freitag Abend in Wehrstedt, ging es Samstag Früh in Ihlienworth mit 13 Läufern an den Start. Sietland-Ultra: 53km auf unendlich langen Geraden durch das platte Land im Elbe-Weser-Dreieck. Hier stammen die Eltern und Großeltern her. Ein Besuch im Gebiet der alten Heimat.

Große Teile des Gebietes liegen auf Höhe des Meeresspiegels und sind von unzähligen Entwässerungsgräben durchzogen. Es ist hier so flach, dass man sich traut, bei einer kleinen Erhebung von 20m über N.N. von einem Berg zu sprechen. Der Gravenberg bei Wanna bot dann bei der klaren Luft tatsächlich einen tollen Blick über die Lüdingworther Kirche hinweg bis zur Elbe Richtung Groden und Altenbruch bei Cuxhaven in ca. 12km Entfernung. Man konnte mühelos die gigantischen, hübsch-hässlichen, aber arbeitsplatzschaffenden Hallen des Windenergieanlagenbaus ausmachen.

Asphalt und Wirtschaftswege auf Schotter, Gras und Sand wechseln sich ab und wir sind auch über die ca. 2 Kilometer langen Holz-Stege durch das Ahlenmoor gelaufen.

Einzelne Abschnitte (insbesondere am Hadelener Kanal) der Strecke gehen dann immer mal wieder 3-4km schnurgerade durch die Landschaft. Hier passt der Spruch mit „Da kann man schon morgens sehen, wer nachmittags zum Kaffee kommt“ wirklich.

Immer wieder treffen wir auch auf Stationen des Hadler Sagenweges. Im Ahlenmoor gibt es dann sogar einen Hexentanzplatz. Man muss also gar nicht in den Harz fahren um auf Hexen zu treffen 😉

Zum Abschluss gab es ein sehr reichhaltiges und leckeres Buffet. Vermutlich wieder mal ein Lauf, bei dem man hinterher mehr wiegt als vorher 😉 Weil ein Schwung der schnelleren Läufer schon verschwunden war, konnte ich dann überraschenderweise als Sechstplazierter bei der Urkundenvergabe sogar noch den Preis, der eigentlich für den Drittplazierten gedacht war, gewissermaßen „abstauben“. Vorgenommen hatte ich mir eigentlich eine Zeit unter 6h. Da ich aber recht locker und vor allem mit recht konstantem Tempo die 53km durchgelaufen bin, war ich am Ende dann mit meinen 6h04min doch sehr zufrieden.

Tolle Runde in der alten Heimat bei 1a Wetter. Das hat Spaß gemacht. Vielen Dank an den Organisator Thorsten Unruh und sein Helfer-Team an den Verpflegungspunkten!

Heidschnucken-Ultra (aka Such-Das-H Ultra), 111km, 2017-05-20

Die Beschreibung, die Organisator Frank in seinem frühmorgentlichen Briefing nochmals verkündete, klang (hier sinngemäß wiedergegeben) einfach:

111km laufen, davon 99.8km auf dem Heidschnuckenweg „Such das H“ spielen, dann die letzten 11.2km abseits des Heidschnuckenweges bis in meine Garage.
Wenn ihr mehr als 200-300m kein ‚H‘ gesehen habt, seid ihr falsch.
Nur das weiße ‚H‘ ist das richtige, allen andersfarbigen ‚H‘-Schildern nicht folgen.

Ganz einfach, oder?

Der Haken war nur, dass sich die Oberschenkel bei diesem Lauf nach 30km schon so schwer anfühlten, wie beim letzten 80’er vor 4 Wochen im Ziel.

Am Anfang lief es blendend (und vermutlich für mich zu schnell). Ich bin eine ganze Weile mit den großen Jungs (und Mädels) mitgerannt. Bei ca. Kilometer 42, oben auf dem Wilseder Berg – es ist jetzt mit der Sonne endgültig so warm, dass ich mein langes Shirt gegen ein kurzes tausche – zieht Claudia, die bisher auch ungefähr mein Tempo lief, rasant davon. Innerhalb kürzester Zeit ist sie außer Sichtweite. Davon frustriert, scheint mein Tempo noch mehr runter zu gehen.

Bis zum VP bei Kilometer 69 in Handeloh hat mich dann sogar Winnie wieder eingeholt. Winnie war in der frühen Startgruppe 45 Minuten vor mir gestartet, aber ich hatte ihn eigentlich in Behringen bei Kilometer 32 hinter mir gelassen. Auf den letzten 42km bilden wir dann eine Leidensgemeinschaft 😉 und laufen zusammen kurz vor 22:30Uhr im Ziel ein. 112.5km in 16h 26min,  bei einer Pace von 8:46min/km. 1 bis 2 Stunden langsamer als angepeilt. Das ist wohl noch ausbaufähig 😉
Aber immerhin angekommen und ohne nennenswerte Blessuren. Der Rucksack hat zwar den Rücken wund gescheuert (in Abwandlung des Mottos dieses Laufes: „Der sich den Wolf läuft“), aber es gibt interessanterweise fast keinen Muskelkater. Heute schon wieder 50km Fahrrad gefahren! Alles super …

Es war nach einem heftigen Gewitter in der Nacht davor überall matschig und feucht. Ständig mussten mega-große Pfützen, die manchmal die komplette Breite des Weges (und teilweise auch mehr) einnahmen, umkurvt werden. Aber dafür gab es auch kaum losen Sand oder gar Staub. Eigentlich haben wir viel Glück gehabt mit dem Wetter. Morgens 12°C und feucht plus trübe, danach dann locker 18°C und Sonne bei sehr klarer Luft. Traumhaft. Das gleiche Unwetter 24h später wäre sicherlich kein Spaß für uns gewesen.

Es gibt nichts zu Meckern: 1a liebevolle Orga von Elke und Frank und dem Helferteam an den VPs. 6 Verpflegungs- und Getränke-Punkte, persönlicher Brötchen und Kaffee-Service am 1. VP, lecker Essen und Kuchen im Ziel. Und auch dazwischen an den VPs wirklich alles, was der Läufer auf solchen Distanzen begehrt. Ein tolle und sehr abwechslungsreiche Strecke auf einem Premium Wanderweg durch die Lüneburger Heide. Ich glaube diese Aktion kann man noch mal wiederholen 🙂

Rutschgefahr ...

10. Leuchtfeuer Bubendey-Ufer Marathon während der Auslaufparade des 828. Hamburger Hafengeburtstag, 2017-05-07

Aus der Ausschreibung von Christian Hottas:

Hiermit schreibe ich den 10. Leuchtfeuer Bubendey-Ufer Marathon (mit Halbmarathon) am Sonntag, dem 07.05.2017, über 42,2 bzw. 21,1 km in Hamburg (Dradenau) aus. Dieser sehr ausgefallene Marathon ist ein weiterer Lauf meiner Serien „Lost Places Marathon“ sowie „Hamburg Special Marathon“.

Start/Ziel: Hamburg (Dradenau), Wendekreisel der Straße „Am Jachthafen“ beim Durchlass durch die Flutmauer in unmittelbarer Nähe des Unterfeuer (Richtfeuer) Bubendey-Ufer.

Termin: Sonntag, 07.05.2017, 14.00 Uhr – Da dieser Lauf zumeist am Elbe-Ufer verläuft, werden die Teilnehmer neben der Auslaufparade des Hamburger Hafengeburtstags mit ihren zahlreichen Großseglern und Kreuzfahrtschiffen laufen!

Strecke: Interessante, aber anspruchsvolle Laufstrecke auf der Halbinsel zwischen dem stillgelegten Petroleumhafen im Süden und der Elbe im Norden bzw. dem Unterfeuer Bubendey-Ufer im Westen und Oberfeuer Bubendey-Ufer im Osten. Dabei ist die Runde völlig flach, aber dennoch anspruchsvoll; sie besteht jeweils zur Hälfte Kopfsteinpflaster (Straße Tankweg) und einem schmalen Trail außerhalb der Hochwasserschutzmauer direkt an der Elbe. Im Nordwesten der Strecke, nahe des Fähranlegers Bubendey-Ufer, wird die Flutmauer durch ein (bei Hochwassergefahr verschließbares) Tor passiert.

Dieses Areal ist im Rahmen des Projekts „Westerweiterung“ bereits in seiner östlichen Hälfte völlig zurückgebaut worden, die dortigen Tanks wurden komplett entfernt. In den nächsten Jahren soll das Hafenbecken verfüllt, die Ostspitze der Halbinsel abgetragen, die rund 90 Jahre alte Pappelreihe außerhalb der Hochwasserschutzmauer gefällt und das gesamte Areal Teil des Containerterminals Eurogate werden.

Rundenlänge: Doppel-Wendepunkt-Strecke mit 5,3 km pro Umlauf, für Marathon achtmal bzw. für Halbmarathon viermal H/R zu durchlaufen: zunächst vom HADAG-Anleger bei Unterfeuer Bubendey-Ufer über die Straße „Tankweg“ zum Oberfeuer Bubendey-Ufer und zurück, dann auf einem Trail, teils über Schwemmgut, zwischen Flutschutzmauer und Elbe erneut bis zum Oberfeuer und zurück.

Geniales Wetter mit viel Sonne und 18°C, gut gelaunte Läufer, tolle Kulisse. Bei mir stehen am Ende 4h33min auf der Uhr. Gar nicht mal so schlecht für mich auf dieser schwierigen Strecke.

Kerstin war zwischenzeitlich mit einer Personenfähre zum Museumshafen Oevelgönne zur anderen Elbseite übergesetzt, kam aber recht schnell wieder zurück. Auf der Nordseite der Elbe war es ihr einfach zu voll. Kein Wunder, die Presse redet immerhin von 1 Million Besuchern beim Hafengeburtstag. Wie die diese Zahl wohl zusammenzählen 😉 ???

2. Ith-Hils-Ultra, 81km, 2000 Höhenmeter, 2017-04-22

Als Detlef, aka running-paule.de, Anfang November 2016 die Ankündigung des 2. Ith-Hils-Ultra im April 2017 verteilte, habe ich nicht lange gezögert und mich logischerweise gleich wieder angemeldet.

Für norddeutsche Verhältnisse ist der Ith einfach eine mega geniale Gegend. Anspruchsvolle Steigungen und auch der Untergrund dieses premierten Wanderweges sind teilweise nicht ohne. Aber das ist ja gerade der Spaß und macht den Reiz aus. Viele, viele Kilometer Singletrails auf dem Kammweg durch unendliche Mengen von Bärlauch und anderer blühender und duftender Vegetation, bizarr geformte Felsformationen und Steinblöcke, Klippen, Aussichtstürme, Höhlen, Paradies für Kletterer. Immer mal wieder spektakuläre Ausblicke auf die Landschaften rund um den Ith. Mal dicht bewaldet, mal offene Landschaft. Sagenhaft! Traumhaft!

30 LäuferInnen sind es, die sich dieses Mal angemeldet haben. 17 Leute starten schon um 06:00 Uhr in einer Gruppe, die für die 80km 14 Stunden Zeit hat. Ich als Langschläfer und Nachteule starte mit 12 weiteren Läufern um 08:00 Uhr in der späten Gruppe. Hier gibt es 12 Stunden Zeit und ich ahne schon, dass es damit (zumindest für mich) eng wird. 2016 habe ich 11h43min für die Strecke gebraucht. Dieses Jahr bin ich zwar ausdauermäßig gut in Form, aber an Geschwindigkeit mangelt es. Nach 9km, von ca. 100m Höhe am Start, bei der Felsformation „Adam und Eva“ auf 400m Höhe angekommen, bin ich dann auch schon alleine. Aller anderen sind außer Sichtweite. Und die rote Laterne, des Langsamsten der schnellen Gruppe, wird dann auch bis zum Ende bei mir bleiben.

„Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur Krasser.“ Dieser Spruch, den ich vor einiger Zeit mal irgendwo auf einer Postkarte entdeckt habe, spukte mir beim Laufen auf dem Ith aus irgendeinem Grunde die ganze Zeit im Kopf herum. Hier wäre aber „Ith-Hils-Ultra ist wie Landschaftslauf, nur krasser.“ vielleicht passender. Was für ein Philosoph 😉

Monk

Bei Kilometer 10 am Mönchstein begegne ich erneut der Ziege, welche wir neulich schon dort gesehen haben. Ich taufe diese heute, in Anlehnung an die amerikanische Krimiserie mit dem neurotischen Detektiv, welche mir spontan durch den Kopf ging, auf den Namen „Monk“. Außerdem passt das Englische Wort Monk (Mönch) natürlich prima zum Mönchstein und dazu, dass diese Ziege, wie ein Mönch, allen „weltlichen Zielen“ entsagt hat und sich für ein Leben in Freiheit entschieden hat. Grins.

Am ersten großen Verpflegungspunkt, an den Ithwiesen, bei ca. Kilometer 30, komme ich dann dieses Mal schon 13 Minuten später an, als in 2016. Bis Kilometer 70 am letzten VP ist mein Rückstand gegenüber 2016 auf fast 25 Minuten angewachsen. Ich laufe am letzten VP um 18:25 Uhr ein. Das ist auf die Minute genau das Ende der „Öffnungszeit“ dieses VPs in Detlefs Ausschreibung. Uff, Punktlandung. Die Trinkflasche wird hier fix mit purer Cola gefüllt und weiter geht es. Danach beginnt das große Rechnen: „Hmmm, das könnte doch noch klappen, bis 20:00 Uhr im Ziel zu sein“. Leider muss man sich vom letzten VP in Marienhagen noch mal auf locker 450m über den Thüster Berg zum Kanstein hochschrauben. Und der Abstieg danach runter nach Salzhemmendorf ist teilweise so steil und unwegsam, dass trotz Gefälles hier nicht groß an „Rennen“ zu denken ist. Dieses Wissen ist ein Nachteil, wenn man die Strecke schon zu gut kennt 😉 Die Aussicht es doch noch pünktlich zum Essen zu schaffen, motiviert mich aber und setzt ungeahnte Kräfte frei. Sämtliche Anstiege können plötzlich wieder gelaufen werden und müssen nicht, wie vorher häufig, gegangen werden. Warum nicht gleich so 😉 Meine bisher schnellste Überquerung des Thüster Bergs. Dabei leider kein Auge mehr für die Schönheit des Klippenweges beim Abstieg vom Kanstein übrig gehabt. Die Uhr zeigt dann am Ende aber 82,3km und nicht wie erwartet 81km, so dass die Rechnung mit „“Wir“ schaffen das!“ doch nicht ganz aufgeht. 12h03min für 82.3km, entsprechend einer satten Pace von 8:47min/km. 20 Minuten fehlen gegenüber 2016. Oha. Aber ich habe großes Glück, denn Detlefs Frau Cordula und auch meine Frau warten zusammen noch im Ziel mit einem Bier auf mich. Der Rest sitzt schon in der Gaststätte der Ith-Therme beim Nudelbüffet.

Kerstin ist dieses Jahr an den Ithwiesen, in Kaierde und bei der Lippoldshöhle unterwegs gewesen und hat dabei geocachend, mit GPS und Kamera, auch wieder 20.6km erwandert. Aus 177 Bildern aus meiner Laufkamera und noch mal 325 Bildern von Kerstin habe ich versucht einige Bilder online zu stellen, die es 2016 so noch nicht gab. 50 Bilder aus 500 auswählen, ist immer ein mühsamer Prozess. Für weitere schöne Ith-Bilder von uns aus 2016 und auch 2017 guckt ihr einfach hier (Vorsicht, vieeeele Bilder … das Laden dauert …).

Ich hoffe auf eine Wiederholung in 2018. Dann entweder geschwindigkeitsmäßig besser trainiert oder aber doch in der frühen Startergruppe.

Dank für die Organisation dieser tollen Veranstaltung an Detlef und natürlich auch an die vielen anderen helfenden Hände und Unterstützer im Hintergrund!

Ith Hils Ultra, Streckeninspektion, Teil 2, 2017-04-13, 49.2km, 1300HM

Die Motivation, den noch fehlenden Teil des Ith Hils Weges auch noch abzulaufen, hielt sich zunächst in Grenzen. Zu müde fühlten sich die Beine nach dem Hannover-Marathon, am vergangenen Sonntag, immer noch an. Aber um 21:30 Uhr ist die Entscheidung dann gefallen und die Sachen werden doch noch fix gepackt.

Am nächsten Morgen geht es um 10:00 Uhr, nach ca. 1h Fahrt, bei den Ith-Wiesen in Holzen-Ith auf die Strecke. Über Grünenplan, Kaierde, Delligsen (hier Zwischenstop am Getränkemarkt) und Duingen zurück zu den Ith-Wiesen. Das Wetter ist April gemäß. Mal grauer Himmel, mal Sonne und dazwischen immer mal wieder ein Regenschauer. Das Ganze bei ca. 10°C. Insgesamt werden es 49.2km in ca. 8h (reine Laufzeit 6h45min).

HAJ Hannover Marathon, 2017-04-09

  • Gestartet ohne große Erwartungen
  • alles unterhalb von 4h30min wäre akzeptabel
  • läuft es denn doch ganz gut
  • Mit 4h 4min einen Achtungserfolg in der Sonderwertung „Besser als erwartet“ erzielt
  • Mein schnellster Marathon seit 2 Jahren bzw. 64 Marathons

Ith Hils Ultra, Streckeninspektion, Teil 1, 2017-04-01, 57km, 1200HM

Vorweg, falls jemand im Bereich des nördlichen Iths (s)einen Ziegenbock vermisst, der sitzt am Mönchsstein und läßt sich’s gut gehen 😉 Wir können uns problemlos auf 10 Meter nähern (dichter ging ohne Kletteraktion nicht), aber außer, dass die Ziege den Kopf dreht und uns beobachtet passiert nichts. Das Tier scheint an Menschen gewöhnt zu sein. Siehe Fotos …

Eine Woche vor dem Hannover-Marathon 57km durch den Ith? Ob das wirklich schlau ist? Wohl eher nicht. Die ursprüngliche Idee, dieses Wochenende bei Christian Hottas den Grünen Ring um Hamburg, zwei Etappen à ca. 50km, zu laufen (oder wenigstens eine Etappe davon), wurde wegen „trainingstechnisch unsinnig“ verworfen. Jetzt kommt aber Detlef, der Veranstalter des Ith Hils Ultra, am Donnerstag Abend, mit einer E-Mail daher, in der er Mitläufer für einen Streckentest am Samstag sucht. Frank hat nicht besseres zu tun, als „Hier!“ zu schreien und kommt dann zusätzlich auf die bescheuerte Idee, statt eines einzelnen Abschnitts, nochmal 27km dran zu hängen und einen Rundkurs zu laufen.

Spaß gemacht hat es jedenfalls. Blauer Himmel, Temperaturen von fast 20°C. Kilometerlange Singletrails durch den Bärlauch. Riesige Flächen mit blühenden und duftendem Lerchensporn, große Teppiche an Buschwindröschen. Jede Menge Schlüsselblumen und Huflatich. Der Frühling ist voll da … Mit etwas Glück laufen wir dann in 3 Wochen, beim eigentlichen Ith Hils Ultra, wieder durch Quadratkilometer von blühendem Bärlauch. Vorfreude …

3 Liter Flüssigkeit hatte ich mir für die Tour mitgenommen. Aber das reicht hinten und vorne nicht. Ich bin ein wenig warm angezogen und man muss sich auch erst wieder an diese Temperaturen gewöhnen. In Holzen-Ith, am Bikertreff, wird eine Cola gekauft und in Duingen, der Getränkemarkt hat zum Glück um viertel nach Drei noch offen, wird noch mal ein Liter Flüssigkeit gebunkert. Insgesamt, den halben Liter Weizenbier am Ziel mit eingerechnet, laufen in ca. 9 Stunden (reine Laufzeit ca. 8h)  5 Liter Flüssigkeit durch 😉

Wenn’s klappt kommt in der Woche vor Ostern die zweite Hälfte des Ith Hils Ultra zur Inspektion unter die Füße …

 

Sightseeing-Runde um das Bissendorfer Moor, 28km, 2017-03-26

Ein Runde um das Bissendorfer Moor bevor die Zeckensaison startet, das war der Plan. Die 28km-Runde haben wir im Gucken-wir-hier-gucken-wir-da-Genießer-Modus in 4h20min (krasse Over-All-Pace von 9:20min/km  ) locker gemeistert, aber die Sache mit der Zeckensaison hat nicht ganz funktioniert: 2 Zecken mussten nach der Rückkehr abgesammelt werden.