Tag 1: Mit der besseren Hälfte unterwegs auf dem Kanonenbahn-Radweg

Die Wetterprognose von Freitag bis Sonntag war gut. So wurde dann spontan eine nette kleine Unterkunft in der Nähe des Startortes gebucht und wir sind bereits am Freitag  Richtung Wanfried in Hessen aufgebrochen. Am Freitag wurde dann noch der Kanonenbahn-Radweg u.a. mit dem längsten Fahrradtunnel Deutschlands (1530m !) zwischen Lengenfeld unterm  Stein und Dingelstädt abgefahren (beides übrigens bereits in Thüringen). Dabei kamen insgesamt fast 50km zusammen. Nach Einkaufen und kurzer Runde durch Wanfried ging es dann zeitig in die Horizontale, denn ab 06:00 Uhr am nächsten Morgen hatte der Organisator des Laufes bereits zum Start-Frühstück geladen.

Tag 2: Werratal-Ultratrail bei genialem Lauf-Wetter

Knapp 23 Leute wurden Punkt 07:30 Uhr auf die Strecke geschickt und Kerstin machte sich per Fahrrad auf den Weg, um die Gegend entlang des Werratal-Radweges (Treffurt, Heldra, Großburschla, Altenburschla) ein wenig zu erkunden.

Alex hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und mit extrem viel Engagement eine richtig tolle Strecke gescouted. Insgesamt gab es bei mir, mit dem Track auf dem GPS-Gerät, nur sehr wenige „Verlaufer“. Trotzdem sind wir aber, der Geschichte über „Haralds Abenteuer mit dem in seinem Camper eingeschlossenen Schlüssel“ lauschend, tatsächlich einmal ein paar hundert Meter an einem Abzweig vorbei gerannt und mussten zurück.

Mit einem kleinen Helferteam hatte Alex für 3 bemannte Verpflegungspunkte gesorgt. Hier gab es alles, was man sich vorstellen konnte, inkl. belegter Brötchen und an VP3 sogar Bockwurst mit Senf. Top! Die letzten beiden VPs waren dann unbemannt, aber dennoch bestens bestückt. Am letzten der Verpflegungspunkte (VP5) brachten ein Radler und ein Sandwich mir neue Energie für die restlichen Kilometer.

Es gab immer wieder tolle Ausblicke in das Werra-Land, Plesseturm, Faulunger Schranne, Spindelburgblick, … Wobei das Highlight hier sicherlich der grandiose Blick, bei guter Fernsicht, vom Heldrastein auf 504 m Höhe war. Insgesamt viel Auf und Ab, herrlich viel Wald, aber auch immer mal wieder offene Landschaft. So ging es z.B. ab und an auf alten Kolonnenwegen der Zonengrenze entlang. Insgesamt mit den offiziellen 2400 HM alles andere als Zuckerschlecken. Nach 11:14h war ich mit 73.6km auf der Uhr im Ziel. Gerechnet hatte ich eher mit 12h oder gar drüber. Schon wieder ein Lauf der Kategorie „Besser als erwartet“. Die Stirnlampe war zur Sicherheit im Laufrucksack, wurde jedoch zum Glück, auf Grund der Ankunft noch im Hellen, nicht mehr benötigt.

Nach Zieleinlauf gab es dann noch ein kleines Abendessen u.a. mit Nudelbuffet und Ofenkartoffeln mit Quark. Außerdem hatte Alex noch gekochte Karnickelköppe, anscheinend eine Thüringische Spezialität, parat. Bevor ich den Kochtopf sah, dachte ich zunächst „Naja, vermutlich heißen Frikadellen in Thüringen Karnickelköppe“, oder irgendetwas ähnliches. Aber, nee, das waren echte Kaninchenköpfe. Ich konnte mich dann aber irgendwie nicht dazu durchringen, diese zu probieren.

Fazit: Großen Dank an Alex für die tolle Laufveranstaltung und die viele investierte Zeit für die Vorbereitungen. Außerdem natürlich auch Dank an die Helfer an den ersten drei Verpflegungspunkten.