„Na, wie lief’s?“ … selten passt diese Frage von Bekannten und Verwandten so gut, wie bei der Teilnahme an einem Lauf-Ereignis. Um es vorweg zu nehmen: „Es lief gut“. Mit dem Ergebnis meiner ersten Teilnahme an einem Halbmarathon bin ich zufrieden. Die 21,098km wurden in 1h51min03s durchlaufen. Damit war ich zwar ca. 2 Minuten langsamer, als es die schnellste Trainingszeit über 20km hätte erwarten lassen, aber nach der reichlich verschnarchten ersten Hälfte des Laufes, war die 1h51min03s dann doch noch ganz passabel. Immerhin noch Platz 176 von 325 auf der Halbmarathonstrecke gestarteten Läufern.

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Bei feinstem Läuferwetter (10-12°C, strahlend blauer Himmel und Windstärke 2)  sind in Cuxhaven ca. 1300 Läufer auf dem ca. 10km langen Rundkurs gestartet. Die Sache mit dem Wind hätte auch gut schief gehen können! Am Tag vor dem Lauf wehten einem  in der Grimmershörnbucht noch Böen mit Windstärke 6 (!) direkt von vorne ins Gesicht, so dass man beim Radfahren zeitweilig das Gefühl hatte, dass man rückwärts fährt.

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Hier sieht man noch mal schön die reichlich gemütlichen ersten Kilometer, bei denen mir irgendwie ständig jemand vor den Füßen herum latschte (Kilometer 3 war mit nur 5min44s/km der langsamste) und ich nicht zu meinem Tempo finden konnte. Die fehlenden 2 Minuten sind vermutlich hier abhanden gekommen 😕

So eine langsame 1. Hälfte  hat aber auch etwas Positives! Dadurch, dass ich in der zweiten Hälfte das Tempo locker um 10 bis 20s pro km gegenüber der 1. Hälfte steigern konnte, war man ständig am Überholen. Das führte zu einem äußerst motivierenden „Da-geht-noch-was“-Gefühl 🙂

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Kurz vor Ende der ersten 10 km scherte plötzlich jemand vor mir rechts aus und deponierte seine Handschuhe am Fuße eines Verkehrsschildes. Ich schmunzelte … wir kamen ins Gespräch. Somit weiß ich jetzt, dass ich mich auch bei 5:00min/km immer noch relativ locker unterhalten kann. Diese Erfahrung fehlte mir, als jemand, der sonst beim Laufen immer nur als Einzelkämpfer unterwegs ist,  bisher. Für den Rest des Laufes haben wir uns nett unterhalten und uns gegenseitig als Pacemaker fungiert. Der lange Blaue neben einem orangen T-Shirt war jetzt in der Läufermasse für den familiären Fanclub immer schon aus weiter Entfernung auszumachen 🙂 Die nette Lady in Orange ist übrigens 6 Sekunden nach mir ins Ziel gekommen und war damit 20. bei den Frauen und sogar 2. in ihrer Altersklasse! Außerdem ist sie an der Organisation der Baljer Außendeichrunde beteiligt. Wer also Pfingsten noch nichts vor hat, kann dort mitlaufen (2/5/10/21km) …

 

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Vater und Sohn und Tochter … Neid … Bei mir in der Familie gibt es leider nur „Laufen … äähhhh …. geh mir weg …“

 

Und dann war da noch dieser Herr mit der Startnummer 39 aus der näheren Verwandtschaft, der die kompletten 42,2km in 3h40min49s gelaufen ist. Respekt! Und das bei dem Alter 🙂  Was hat er da eigentlich in der linken Hand? Dieter Baumanns Zahnpasta?

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Seine 3h40min entsprechen einer Pace von durchschnittlich 5min14s pro km. Meine Pace über die Hälfte der Strecke war „nur“ 5min16s pro km. Es gibt also noch viel zu tun. Immerhin bin ich im Training jeden Monat ca. 6 Sekunden schneller geworden. Mal schauen, was noch möglich ist …

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Einen Schwung weiterer Bilder vom Cuxhavener City Marathon 2011 gibt es hier …

 

Und hier noch ein Bericht von einem Teilnehmer, der deutlich weniger wortkarg ist als ich :
Zwischen Lotsenviertel und Döser Seedeich…