Christian Hottas hatte zu einem Marathon auf dem Eidersperrwerk (Wikipedia), einem riesigen Bauwerk zum Schutz gegen Sturmfluten, direkt an der Nordsee, an der Mündung der Eider geladen. 47 Leute waren angemeldet, aber auf Grund der Witterung (Eisregen in der Nacht davor) sind „nur“ ca. 35 Leute zum Start erschienen.

Auch wir haben bis zur letzten Minute vor dem Aufbruch den Blick auf den Verkehrsmeldungen und den Zustand der Straßen bei Google-Maps. Der Verkehr auf der A7 scheint aber zu rollen und so geht es gegen 07:30 Uhr per Auto Richtung Norden. Der Winterdienst hat einen guten Job gemacht, die Autobahnen sind frei. Es rollt staufrei durch den Elbtunnel.

Das Thermometer zeigt +3°C, es nieselt und ist nebelig. Der Wetterbericht auf Radio Schleswig Holstein erzählt etwas von Sonne an der Westküste. Naja, klar, wer’s glaubt, denken wir uns. Aber kaum auf der A23 an der Raffinerie südlich von Heide vorbei gefahren, reißt der Himmel schlagartig auf. Unglaublich! Am Sperrwerk angekommen ist der komplette Himmel strahlend blau und das bleibt auch bis zum Ende des Laufes so. +5°C, Sonne und 3Bft. Wind von der Nordsee her. Traumwetter zum Laufen.

Am Anfang laufen wir noch auf ein paar Zentimetern Eis und Schnee. Aber in ein paar Stunden befreit die Sonne fast die komplette Strecke vom Schnee. An einer Stelle führt das vom Deich herunter laufende Schmelzwasser dann allerdings zwischendurch zu einem lustigen Wassertreten 😉

Wir flitzen insgesamt 14 (vom Veranstalter per Laufrad vermessene) Runden à 3.02km (=42.3km) in der frischen Nordseeluft. Abgesehen, von einem kleinen Formtief bei ca. Kilometer 15, läuft es bei mir ganz gut. Nach 4h13min bin ich recht entspannt im Ziel.

Die Deiche sind hier übrigens in weiser Voraussicht extra für uns Laufverrückte alle asphaltiert:

Hier gibt es noch einen sehr ausführlichen Bericht von Thorsten Stohldreier.