Die Wettervorhersage hatte für Mittwoch 8°C, 2h Sonne und 2-4 Windstärken aus südlichen Richtungen parat. Ich hatte Mittwoch Urlaub, plante aber trotzdem kurz in die Firma zu fahren, um ein paar vergessene Dinge zu erledigen. Diese Situation war prädestiniert für eine Fortsetzung der „Pendeln XL“-Serie …

Also wurde flux eine schöne Runde via Komoot geplant. Da Ende November 117km auf diese Art und Weise prima funktioniert hatten und dieses Mal sogar beliebig viel Zeit zur Verfügung stand, wurde ich mutig und habe auf 172km erweitert.

Der Start erfolgte um 09:00Uhr bei nur 5°C in der Niesel-Nebelsuppe. Rückspiegel und Brille waren ruckzuck mit feinen Wassertropfen benetzt und somit nutzlos. Zum Glück dauerte es nicht allzu lange, bis die Sonne herauskam und es angenehmer wurde. Es ging rüber über Bordenau und Wunstorf an den Mittelandkanal bis kurz vor Sachsenhagen, dann ab nach Süden in Richtung des Bückebergs. Dort dann über den Kammweg und eine tolle, rasante Abfahrt Richtung Auetal, vorbei an der Paschenburg und Langenfeld, weiter Richtung Süntel. Der Abstecher zum Wasserfall in Langenfeld musste dann aber auf Grund (m)eines Navigationsfehlers leider entfallen.

Die Teufelskanzel auf dem Süntel war natürlich Pflichtprogramm. Hier gab es dann auch eine etwas längere Foto- und Vesperpause. Es war etwas diesig, aber es zeigten sich trotzdem immer wieder tolle Licht- und Wolkenspiele beim Blick vom Hohenstein in Richtung des Weser-Tals.

Vom Dach des Süntels ging es dann runter Richtung Messenkamp und weiter über den Nienstedter Pass, durch Degersen, vorbei am Gehrdener und Benther Berg. Leider war es jetzt mittlerweile dunkel. Also doch wieder zu spät aus dem Bett gekommen 😉 Nach ca. 8:57h (reine Fahrzeit 7:26h) war ich dann mit 149km auf dem Tacho auch „schon“ im Büro. Nachts wieder zu Hause angekommen zeigte der Tacho dann 171.46km bei 1519 Höhenmetern und ca. 8:25h reine Fahrzeit.

Fehlt jetzt nur noch eine unangenehme Stunde für das lästige Säubern des Fahrrads. Von der blauen Farbe ist nämlich kaum noch etwas zu erkennen. Alles zentimeterdick voll mit Matsch. Da muss definitiv der Gartenschlauch ran …

Mit dem herrlichen Winterwetter war es eine sehr schöne Tour. Ich habe allerdings doch etwas unterschätzt, wie lange 172km dauern, wenn 1500 Höhenmeter und unendlich viel Matsch und Schmodder durch Forst- und Landwirtschaft dabei sind …