Wiehengebirge? Kenn ihr nicht? Naja, bevor ich zum ersten Mal dort gelaufen bin, hätte ich auch Schwierigkeiten gehabt, dieses „Gebirge“ zu verorten. Ein Mittelgebirgszug in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nördlich und parallel zum Teutoburger-Wald verlaufend, so grob zwischen Porta-Westfalica im Osten und Osnabrück / Bramsche im Westen. Höchster Punkt (siehe Fotos) 320m N.N.

Der ursprünglich Plan war, dieses Wochenende wieder bei Susanne und Michael in den Hildesheimer Bergen die 80km der Eisenzwerge zu laufen. Aber da es dieses Jahr mit der Anfahrt dazu schon am Freitag davor nicht klappen konnte, wurde ein anderer Plan verfolgt. Das Trail Team OWL hatte zum 2-Seen-Ultra, einem 52km Gruppen-Crosslauf mit einer geplanten Brutto-Laufzeit von 7 Stunden eingeladen. Für die Verpflegung unterwegs hatte jeder Läufer selbst zu sorgen. Da wir aber zur Häfte der Strecke wieder am Start vorbeilaufen, sollte das kein Problem sein.

Der einzige Haken, war die Startzeit von 07:30 Uhr in Kahle-Wart. Das hieß für uns, um 04:30 Uhr klingelte der Wecker und um 05:30 Uhr ging es über die A2 Richtung Osten. Zum Glück war Kerstin dabei und ich konnte noch ein wenig Augenpflege betreiben. Erst bei der Abfahrt von der A30 klappten auf den letzten Kilometern meine Augen wieder auf.

Pünktlich um 07:30 Uhr ging es dann auf zur ersten Schleife über 25km in Richtung Osten, einmal um den Grünen See (der See mit dem Periskop eines U-Bootes (siehe Fotos)) herum und zurück zum Parkplatz Kahle-Wart.

Gegen 10:50 Uhr waren wir wieder zurück, es wurden die Vorräte im Laufrucksack ergänzt und es gesellte sich noch ein ganzer Schwung LäuferInnen zu uns, die nur die zweite Teiletappe laufen wollten.

Die zweite Schleife – über 27km – führte uns dann an der Freilichtbühne Kahle-Wart vorbei Richtung Westen um den Blauen See (der übrigens genauso grün ist, wie der Grüne See) herum und zurück.

Insgesamt waren wir am Ende laut Laufuhr für 51,95km 6h56min unterwegs.

Ursprünglich angesagt waren übrigens 10 Stunden Sonne. Aber die Sonne hat sich nicht an die Vorhersage gehalten, sich leider erst auf den letzten Kilometern gezeigt und war dann nach einer Stunde auch schon wieder verschwunden. Für Mitte März war es mit 4°C doch ganz schön kühl, was aber beim Laufen nicht weiter gestört hat. Immerhin hatte es 1 Woche nicht geregnet, so dass die Wege größtenteils gut zu laufen waren.