Am 9. Juli 2016 wird gegen Uhr 10.30 der 3. Watt-Moor-Ultra auf der Nordseeinsel Neuwerk gestartet – […] Ziel ist in Spieka-Neufeld (Friesenpark) – und dazwischen können drei unterschiedliche Strecken gelaufen werden – 100 km – 60 km und 33 km.
Diese Lauf-Veranstaltung ist keine öffentliche Veranstaltung, sondern eine Einladungslaufveranstaltung, d.h. nach der „Anmeldung“ (Bewerbung zur Teilnahme) wird eine Einladung ausgesprochen (oder nicht).
Der Schwerpunkt der Einladungen liegt auf den Ultramarathondistanzen ( 100 und 60 km) die „Ultra-Halbmarathonstrecke“ (33 km) ist vorwiegend für mitreisende Angehörige der ECHTEN Ultras gedacht.

Immer wieder schön durch die alte Heimat zu laufen und nicht zu vergessen der Spaß, 12 Kilometer lang im Laufschritt, wie ein kleiner Junge, durch das Watt zu matschen.

2014 war ich schon einmal bei diesem Lauf, mit dem der Lauffreund Wilfried Seehafer Spenden für das Nationale Register für angeborene Herzfehler sammelt, dabei. 2015 klappte es leider aus terminlichen Gründen nicht. Als dann aber eine erneute Einladung für 2016 kam, war klar, dass ich hier wieder mitlaufen möchte …

Gegen 09:30 Uhr ging es zunächst von Cuxhaven-Sahlenburg aus mit einem Trecker hinüber zur Insel Neuwerk. Von dort sind wir nach einem kurzem Briefing durch Wilfried gegen 10:55 Uhr gestartet. 19°C, Schönwetterwolken und eine leichte Brise, 1a Laufwetter.

Leider sind die ersten zwölf Kilometer durch das Watt – im übrigen Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer! – viel zu schnell vorbei. Zurück an Land in Cuxhaven-Duhnen werden dann die Füße fix vom Matsch befreit und ein paar trockene Laufschuhe übergezogen.

Über die Strandpromenade von Duhnen und Döse geht es durch die Grimmershörnbucht Richtung Alte Liebe und Fischereihafen. Jetzt muss noch (als notwendiges Übel) ein Industriegebiet durchlaufen werden, aber dann ist man raus aus der Stadt. Ab da grüne Stille bzw. Idylle. Es geht über Feld- und Wirtschaftswege ins Cuxhavener Hinterland. Vorbei an kleineren Dörfern, wie Franzenburg, Gudendorf (inkl. Baggersee), vorbei am Marinefliegerhorst Nordholz, Wanhöden, Krempel, Midlum, Nordholz, Spieka,  bis nach Spieka-Neufeld.

Anfangs brennt die Sonne ganz gut, so dass man auf den eher windgeschützen Abschnitten der Feldwege ziemlich am Schwitzen ist. Aber ab Kilometer 40 verschwindet die Sonne mehr und mehr, was ich jedoch als sehr angenehm empfinde. Auf den letzten Kilometern regnet es dann sogar ein wenig. Die Regentropfen sind aber eigentlich eher angenehm und verdampfen auf der warmen Haut in Null-Komma-Nix.

Nach 7h 18min bin ich, mit knapp unter 62km auf der Uhr, als Dritter im Ziel. Dieses Mal fast eine Stunde schneller als vor 2 Jahren …

Im Ziel gibt es nach einem Liter Weizenbier (mein Durst schien unendlich) eine tolle, handgefertigte Medaille, hergestellt im Rahmen des Project Saharawi Medals in der algerischen Wüste. Wüstenläufer Wilfried hat diese Medaillen persönlich von dort mit gebracht. Nach den Weizenbieren und erst recht der anschließenden Dusche sind die 60km dann auch schon fast vergessen. Die Gedanken gehen eher in Richtung „Ob es wohl 2017 auch wieder einen Watt-Moor-Ultra geben wird?“  😉

Danke an Wilfried und natürlich auch an alle fleißigen Hände und Helfer im Hintergrund!!!