Viel später ging kaum noch, um den letzten Tag des Resturlaubs aus 2020 vor dem Verfall am 01.04.2021 zu retten.

Das Wetter war zum Start schon mal auf meiner Seite. Strahlend blauer Himmel und noch ein wenig kühl zu Beginn, waren jedoch Nachmittagstemperaturen von 18°C angesagt, die auch locker eingehalten wurden. Lediglich über die 2-4 Windstärken aus Südwest gab es ab und an auf freier Strecke etwas zu meckern 😉

Es ging einmal durch die komplette Eilenriede, dem großen Stadtwald Hannovers, Richtung Maschsee. Kurz hinter dem Maschsee traf ich dann zufällig auf Lauffreund Jürgen, den ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen hatte. Nach einem kurzen Plausch ging es weiter durch die Leinemasch. Dann über Hemmingen, Arnum, Hiddestorf, Lüdersen, Bennigsen, Völksen und hinter Alvesrode vorbei am Wisentgehege. Dort war ich – in Coronazeiten – über die Massen an Autos auf den Parkplätzen und entlang der Straße doch sehr erstaunt. Die Zoos sind nach einem Gerichtsurteil offen, aber gibt es denn keine Beschränkung der Anzahl der Besucher für Zoos, hmmm?

Hinter dem Jagdschloss Springe hatte ich meinen Track über den Kleinen Deister gelegt. Kleiner Deister klang nach „easy going“. Aber, wenn man hierfür Wege wählt, die senkrecht zu den Höhenlinien über den Kamm führen, kommt man doch gut ins Schwitzen. Nachdem 3/4 des Anstiegs zum Kamm geschafft waren, wurde es auf dem mittlerweile feuchten und steinigen Untergrund dann so rutschig, dass mein nur minimal profilierter Hinterradmantel nicht mehr genug Grip produzierte. Beim Anfahren rutschte das Hinterrad dermaßen durch, dass ein Stück schieben angesagt war. Notiz an mich: Nächstes Mal dann doch lieber eine etwas flachere und längere Route über den Kleinen Deister wählen.

In Bad Münder folgte dann ein kurzer Zwischenstopp bei Lauffreund Detlef, um (m)eine dort liegengebliebene Trinkflasche einzusammeln. Detlefs bessere Hälfte sorgte dafür, dass meine Trinkflasche wieder mit Wasser gefüllt wurde und Detlef überraschte mit einem coronakonformen Weizenbier unter freiem Himmel in seinem Garten. Vielen Dank! Manchmal hat es also auch Vorteile, wenn man seine Sachen irgendwo vergisst 😉

Ab jetzt wurde es endgültig hügelig. Es ging einmal komplett über den Süntel, einen zum Weserbergland gehörenden Mittelgebirgszug, rüber zur Burg Schaumburg. Auf dem Weg dorthin gab es natürlich noch den obligatorischen Stopp am wohl schönsten Aussichtspunkt des Süntels, den Klippen der Teufelskanzel am Hohenstein. Allerdings war es mir hier, obwohl ein Dienstag zur Mittagszeit, dieses Mal zu voll, so dass ich schnell weiter bin. Anscheinend hatte nicht nur ich Urlaub.

Von der Schaumburg führte mein Weg dann weiter Richtung der oberhalb gelegenen Paschenburg. Diese ist lange nicht so spektakulär wie die Schaumburg, aber dafür der Blick ins Wesertal von dort umso schöner. Hier gab es dann erst mal „Mittagessen“ in Form zweier mitgeführter Orangen und etwas Käse.

Frisch gestärkt ging es dann mit reichlich Gefälle und ab jetzt auch mit Rückenwind weiter zum Schloss von Münchhausen nach Apelern und noch an der Mühle in Rodenberg vorbei, bevor es auf recht direktem Wege über Haste, Wunstorf und Bordenau Richtung Heimat ging. Wenige Minuten vor Sonnenuntergang war ich dann wieder in Brelingen.

Auf dem Tacho waren am Ende 176,34km in 11:02h bei 1409 Höhenmeter und einer reinen Fahrzeit von 8:27h zu lesen.