Das war er leider schon wieder, der Sünteltrail 2019. Lange wurde darauf hin gefiebert, denn die Einladung kam schließlich schon im Oktober 2018. Übrig ist, heute am Sonntag danach, nur noch der „nette“ Muskelkater in den Oberschenkeln. Obwohl der Termin lange bekannt war, gab es bei mir leider seit dem Ith-Hils-Ultra im April keine einzige Trainingseinheit mit nennenswerten Höhenmetern. So gesehen meckern die Oberschenkel heute wohl zu recht.

Der Modus Operandi dieses familiären Einladungslaufes war dieses Mal ein etwas anderer:

  • Es gab dieses Jahr keine 50 Kilometer Strecke mehr, sondern nur noch die 80 Kilometer
  • Ein Verpflegungspunkt weniger
  • Alle Läufer bekamen GPS/GSM-Tracker
  • Der Start war, für mich als Langschläfer gut, um eine Stunde auf 7:00 Uhr nach hinten gewandert. Trotzdem hieß es „Aufstehen um 04:00 Uhr“
  • Cut-Off-Verkürzung auf 13h
  • Die Startplätze wurden dieses Mal nach einem Punktesystem vergeben. Da ich mir durch Teilnahme (und erfolgreichem Finish) bei allen bisherigen Süntel-Trails genügend Punkte erlaufen hatte, war der Startplatz schon mal gesichert

Nach wie immer leckerem und großzügigem Frühstück ab 06:00 Uhr standen dann um 06:45 Uhr 30 gut gelaunte LäuferInnen am Start und machten ihren Tracker startklar. Bei Frank gab es noch mal kurz Aufregung: Wo ist die Kamera geblieben? Zum Frühstück war sie doch noch da? Nach einiger Sucherei wurde klar, die Kamera ist da. Sie war in der rechten Brusttasche des Laufrucksackes, statt wie üblich in der linken Tasche. Wo aber war die Trinkflasche, die eigentlich in die rechte Tasche gehört? Nach dem auch das geklärt war, gab es noch ein schnelles Startfoto und dann schickte uns Häuptling Helmut um ziemlich genau 07:00 Uhr mit einem lauten Knall auf die Strecke.

Aus der Ausschreibung:

Strecke
Die Strecke führt Dich fast ausschließlich über Wald- und Wirtschaftswege. Leider sind immer mal wieder einige kurze Abschnitte, auch im Wald, asphaltiert. Spätestens auf den Single-Trails musst Du mit Behinderung durch Bewuchs rechnen; berücksichtige auch, dass hier überall Zecken lauern können. Auch wenn Hochsommer ist und Du die meiste Zeit im Wald unterwegs bist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Du nur im Schatten der Bäume läufst. Die Summe der zu bewältigenden Höhenmeter lassen auf lange, teilweise sehr ruppige, Anstiege schließen, … und runter musst Du auch wieder!

Markierung
Keine! Gelaufen wird nach GPS-Track.

 

„Behinderung durch Bewuchs“ gab es, wie versprochen, des Öfteren. An der Hamelbrücke wie üblich hohes Gras und schulterhohe Brennnesseln. Und auch im Süntel gab es immer mal wieder Wegabschnitte, auf denen wir vermutlich die Ersten waren, die dort dieses Jahr entlang gekommen sind. Gut wenn man im Mittelfeld unterwegs war. So haben wenigstens schon 15 Läufer vor einem zumindest ein wenig Pionierarbeit geleistet und eine Schneise geschlagen.

Wettermäßig war es dieses Jahr eigentlich recht angenehm. Morgens zum Start um 15°C, in der Sonne um 22°C. Im Laufe des Tages wurde die Bewölkung jedoch immer dichter und gegen 17:30 Uhr setzte dann leider auch der angekündigte Regen ein. Pech für uns Langsame. Bei nur noch 15°C und teils kräftigem Regen, war ich dann doch sehr froh eine wind- und regendichte Weste im Rucksack mitgeführt zu haben.

Fotos sind dieses Jahr vergleichsweise wenig entstanden. Zum Einen kennt man nach 7 Teilnahmen natürlich irgendwie jede Ecke und es fällt schwer noch etwas neues zu fotografieren. Zum Anderen war ich dieses Jahr auch sehr darauf bedacht (für meine Verhältnisse) flott zu laufen und nicht so viel Zeit mit Bilder schießen zu vertrödeln, um keinen Ärger mit dem 13h-Cut-Off zu bekommen.

Es hat auf jeden Fall wieder riesig Spaß gemacht, mit vielen bekannten Gesichtern durch den Süntel zu streifen. Danke an Helmut und seine vielen helfenden Süntelgeister im Hintergrund. Auch bei einer evtl. achten Auflage des Sünteltrail würde ich bestimmt wieder mitlaufen. Bis die Tage …